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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
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Lupus von Ferneres.

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aus Walahfrids Gedicht 45 p. 393 Vs. 1 Versibm atque metris par est donare poetam, Utmercatori carius est quod emat.

Marcward war selbst Mönch in Ferneres gewesen, vgl. ep. 55 p. 58, 32 quoniam de loconostro suis, a quo vos corpore dumtaxat ecclesiastica utilitas abduxerit; die Freundschaftmit Marcward >) ergibt sich besonders aus ep. 91 p. 81, 2 ) wo Lupus zuerst von seiner glück-lichen Befreiung aus der Gefangenschaft nach der Schlacht am 14. Juni 844 (s. über denKriegszug Sprotte a. a. 0. S. 54 ff.) spricht und dann seinen Wunsch äußert, einen Neffenund zwei andere Knaben edler Geburt mit zwei Pädagogen zu Marcward ins Kloster zuschicken, damit sie Fränkisch lernen sollten. 3 ) Schreiben an Ansbald ep. 69 p. 67 Dilectosuo Ansbaldo, Lupus meldet, daß er die Kollation der Cicerobriefe, die Ansbald ihm ge-sendet, mit seinem Exemplar vornehmen werde, und bittet ihn um Uebersendung von CicerosAratea, da sein Exemplar nach Eigils Aussage gegen den Prümer Codex eine Lücke zeige;Eigil wird erwähnt ep. 55 p. 58, 5 f. und ep. 70 p. 67 ff. (Dilectissimum fratrem Egilem).

Interessant und wichtig ist der Brief, mit dem Lupus dem Einhart nahte, ep. 1 p. 7, 8Diu eunctatus cum ... auderem necne excellentiae tuae scribere; 21 Amor litterarum ab ipsofere initio pueritiae mihi est innatus; 25 imperatorem Karolum, cui litterae eo usque deferredebent ut aeternam ei parent memoriam ... 32 mihi satis apparet propter se ipsam appe-tcnda sapientia. Der Brief endet mit einer Bitte um Bücher, die Lupus in einem wohl zuFulda niedergelegten Verzeichnis von Einharts Bibliothek erwähnt gefunden hatte, vgl. p. 8,30f., 33 f.; das Urteil über die Vita Karoli s. p. 8,713.

Rückkehr nach Gallien nach dem Tode Aldrics von Sens (VI Id. Oct. 836, cf. Isidoriop. ed. Arevalo 2, 332) vgl. ep. 41 p. 48, 33 f. Die Vita S. Maximini (aus Berol. Cheltenham.16372 s. IXX, Monac. 18625 s. XI, Berol. Phillipp. 1839 s. XIII hrsg. von B. Krusch, SS.rer. Merow. 3,7382) gehört ins Jahr 839 (s. Krusch p.82 c.25 usque ad hunc annum quoscribimus hoc est . .. octingentesimum tricesimum nonum); die Widmung an Waldo MG. Ep.6,108 N. 2 (dort p. 109, 3 ff. Klage über Mangel an Vorarbeiten und 5 et in his ipsis f qnae-dam fabulosis inveniuntur similia. Erhebung zum Abt am 10. Mai 841, vgl. A. Giry, Etudesd'histoire död. ä Monod p. 116 und MG. Ep. 6, 2 n. 11. Zur Ablehnung von St. Amand s. ep.18 p. 25, 2428 und n. 1 sowie Sprotte a. a. O. S. 49. Zur Klostervisitation vgl. ep. 63 (anPrudentius) p. 63 und ep. 32 p. 40, 36. Zur Romreise vgl. ep. 68 p. 66,17 Orationis gi-atia etquanmdam ecclesiasticarum studio causarum ... Bomam proficiscor, außerdem öp. 66 und 67p. 65, ferner ep. 103 p. 90; aus letzterem Briefe ergibt sich, daß sich Lupus in der päpst-lichen Bibliothek gehörig umgesehen hat, denn er erbittet sich von Leos IV. NachfolgerBenedikt III. vier Bücher, die er nur teilweise besaß, die aber in Rom vorhanden waren,p. 91,6 qui uno nee ingenti volumine continentur (sc. Romae). Einharts Briefe sind gegen diedes Lupus unklassisch zu nennen. Briefe, die Lupus für Erzbischof Wenilo von Sens schrieb,sind ep. 81. 99.101.106.130, für die Königin Irmintrud sind geschrieben ep. 89. 95. UeberSynodalakten, die Lupus schrieb, s. Sprotte, Biographie des Abtes Lupus S. 65 ff. und MG.Ep. 6, 3 n. 12. Heiric 4 ) gab die Diktate des Lupus heraus, s. unten. Einige Briefe des Lupussind noch 862 geschrieben (125. 126), es sind die letzten sicheren Zeugen seines Lebens.Düstere Stimmung wegen der Unsicherheit in Westfranken macht sich geltend ep. 126 p. 106,2431. Vgl. Sprotte, Biographie d. Servatus Lupus, Regensburg 1880. E. Marckwald,Beitr. z. Servatus Lupus, Straßburg 1894. A. Levillain, Bibl. de l'ec. des chartes 62,445. 63,69. 289. 537, wo besonders die chronologische Einordnung der Briefe versucht wird. Dämm-ler in MG. Ep. 6,14. Ebert 2,203.

Lupus war kein bedeutender Schriftsteller, er hat sich auch nicht viel

um die theologischen Streitigkeiten seiner Zeit gekümmert. 5 ) So wies er

die Bitte des Jonas von Orleans zurück, dessen Schrift De eultu imaginum

stilistisch zu verbessern (ep. 27 p. 33). Er war vor allen Dingen Gelehrter,

besonders Kritiker, dem die Herstellung der richtigen Überlieferung so

am Herzen lag wie keinem seiner Zeitgenossen, und daher wird sein Name

in der Geschichte der Philologie stets mit Ehren bestehen. Seine Wirksam-

pusverwandt, vgl.ep. 116 p.99,26undSprottea. a.O. S.13.

5 ) Doch schrieb er einen theologischenTraktat De tribus quaestionibus über die Prä-destinationslehre, überliefert im Paris. 12292s.IX f. 82 und Paris. 18556 s. IXX f. 29 b;hrsg. von Baluze, Servati Lupi opera (1710)p. 207245 (oder 274?). Siehe über dieseSchrift Schrörs, Hinkmar S. 112 ff.

') Vgl. ep. 5 p. 16, 5 ff.; 6 p. 18, 6 ff.

2 ) Hier nennt er p. 81, 27 den Marcwardseinen Verwandten, s. Sprotte a.a.O. S.12f.

3 ) Vgl. über diese Knaben ep. 55 p. 58,24ff.; 60 p. 61,16 ff.; 70 p. 67,17 ff. Wichtigist das Urteil des Lupus über die fränkischeSprache p. 67,17 cuius usum hoc tempore per-necessarium nemo nisi nimis tardus ignorat.

4 ) Heirics Schüler Remigius war mit Lu-