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Über diese Sache erhoben er und nach ihm andere ein grossesGeschrei, als ob damit die neue Schule eine vollständige Nieder-lage erlitten hätte.
"Wir haben uns darüber nicht sehr aufgeregt, da ja schliesslich4 Verbrecherschädel, die keine Abnormitäten aufweisen, währendman andererseits tausende mit reichlichen Abnormitäten findet, dasEndresultat nicht erschüttern können. Als wir aber nach Ravennakamen, bemerkten wir, dass dieser Mangel an Anomalien haupt-sächlich auf den mangelhaften Kenntnissen desjenigen beruhte, dersie untersucht hatte. Denn, obgleich wir sie nicht öffnen konnten,(so dass also die Anomalien der Schädelhöhle fehlen), ergaben sichdoch nicht weniger als 33 Anomalien - - d. h. also durchschnittlich8 für jeden Schädel.
Hier die genauere Bezeichnung dieser Anomalien: Apophysislemurinica 3 — Apertura pteleiforniis des Nasenbeins 2 — Asym-metrie der Alae pterigoideae 1 — Zahnanomalien 1 — Zahn-Diastema 1 — Zurückfüehende Stirn 1 — Doppeltes Foramensuborbitale 1 — Stark ausgesprochene Schläfenlinie 1 — MassigerUnterkiefer 1 — Stirnbein mit seitlichen Einsenklingen und Er-höhungen 1 — Plagiocephalie 3 — Bruch des rechten Parietalebei Lebzeiten 1 — Schädelsklerose 2 — Einfachheit der Kranz-naht 3 — Einfachheit der Sagittalnaht 1 — Anormale Naht amOs physomaticum 1 — Ungeheure Stirnhöhlen 3 — Stenokrotaphie 1— Tonis occipitalis 2 — "Wormianische Knochen im Bregma 3 —Zusammen 33.
Dieses Faktum ist um so wertvoller, weil es uns lehrt —worauf übrigens schon Sergi aufmerksam machte — dass die anthro-pometrischen Masse fast niemals den ausgesprochenen anormalenCharakter ergeben, der sich aus den degenerativen, pathologischenoder atavistischen Merkmalen ableiten lässt, deren Summe dasjenigebildet,-was ich den ..Typus" nenne. — Und gerade diese werdenvon den gewiegtesten Anthropologen leicht übersehen, weil ihrGeist nur an die Masse gewöhnt ist. und sie daher ihre Aufgabevoll und ganz erfüllt zu haben glauben, wenn sie die Zahlen unter-sucht und gefunden haben, dass diese sich nicht allzuweit vomDurchschnitt entfernen, während das Hauptgewicht auf das Studiumder Anomalien gelegt werden muss. welche die Zahlen nur seltenzu enthüllen vermögen.
9. Id. - - Im Archivio d'anthropologia Bd. XIX. veröffentlichtProf. Blanchi aus Florenz eine Monographie, nach der man an-nehmen müsste. dass starke Stirnhöhlen und Augenbrauenbögenöfter bei ehrlichen Leuten als bei Vorbrechern, und öfter bei "Wahn-sinnigen als bei ehrlichen Leuten vorkämen. Demnach würde sich