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Werk Leforts, des einzigen Franzosen, der in unserer jungenWissenschaft etwas Neues geleistet hat, zu paralysieren, — wenn esauch wahr wäre, dass alle diese von Künstlern geschaffenen TypenKarikaturen wären, so würde das dem aus diesen Kunstwerken ent-springenden neuen Beweis zu gunsten des Verbrechertypus auch nichtdas Geringste von seiner Richtigkeit und Giltigkeit rauben; denndie Karikatur muss, wenn sie wirken soll, stets die Übertreibungeines wirklichen, eines thatsächlichen Typus sein — ganz abgesehendavon, dass ich nicht wohl glauben möchte, dass die genanntenKünstler in den angeführten, zumeist Martyrien oder religiöse Stoffebehandelnden Bilder durch Karikatur, — also humoristisch —wirken wollten.
In allerjüngster Zeit hat Wiertz, der entschieden zu unserennervösesten und genialsten Künstlern gehört, in einem Oyklus vonGemälden das Verbrechen in allen seinen Gestalten geschildert, denVerbrecher aus Leidenschaft, den Selbstmörder, den geborenen Ver-brecher, den er in einer grandiosen, zugleich aber halbwahnsinnigenKomposition, die er „Die Gedanken eines enthaupteten Kopfes"nennt, bis über den Tod hinaus begleitet. (Siehe Fig. 35). DieserKopf, der im ersten Bilde noch oben hängt, während der Körperschon herabstürzt, und der im zweiten Gemälde herabgestürzt ist,zeigt vorstehende Backenknochen, aussergewöhnlich grosse Stirn-höhlen, schaele, böse Augen, während die Gesichter der Neugierigen,der der Vollstreckung beiwohnenden Gerichtspersonen, der Arzte,die sich eilig zur Autopsie anschicken, und der Frauen und Kinder,die den Gerichteten bemitleiden, keinerlei derartige besondere Merk-male aufzuweisen haben. Schliesslich verschwimmt auf dem drittenBilde der letzte Gedanke des geborenen Verbrechers in einem Meerevon Blut und von Dämpfen.