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liehen Belastung zu suchen. Väterlicherseits hat sie einen Onkelvon höchst bizarrem Charakter, mütterlicherseits einen anderenOnkel, der wahnsinnig starb.
Die Mutter der Angeklagten starb im Alter von t'ünfunddreissigJahren an den Folgen einer akuten Lungenkrankheit; sie war eineapathische Frau von schwächlicher Gesundheit.
Gabriele Bompard soll nach den Aussagen ihres Vaters alsKind an Krämpfen gelitten haben (Brouardel): das würde eventuellauf- eine veraltete Meningitis im Kindosalter schliessen lassen. Seitihrer frühesten Jugend hatte sie einen schwer zu behandelndenCharakter, sie war voller Untugenden, log und hatte nur Männeroder Putz im Kopf (Brouardel).
Sie sagte zu ihrem Vater: „Je prefererais de beaueoup allerau bagne, plutöt que de repriser une chemise"; was vorzüglich zuder Faulheit und Arbeitsscheu des geborenen Verbrechers passt.Heiraten wollte sie nicht, denn sie sagte zu ihrem Vater: ..Unhomme seul ne m'aurait pas suffi." Sie konnte, wie ihr Vatersagte, das Gute sehr wohl vom Bösen unterscheiden, vermochteaber ihre schlechten Triebe nicht zu zügeln.
Als sie zwölf .Jahre alt geworden, konnte sie ihr Vater nichtmehr im Hause behalten; er brachte sie nach einem Kloster inNancy, dann nach Ipres, nach Fourmies, wo sie kaum ein Jahrblieb. Aber die Superiorin bat den Vater, sie wieder wegzunehmen,wegen ihres schlechten Betragens und der unziemlichen Beden, diesie über die Nonnen, die Beichtväter u. s. w. führte. Man sagt,dass sie damals schon schlimmer gewesen sei, als ein lasterhaftes"VVeib von 40 Jähren.
Als sie das Kloster Fourmies verlassen hatte, wurde sie (1883)nach Lille zu einer Lehrerin gebracht, die sie nicht sehr über-wachte. Darauf kam sie in ein von Schwestern geleitetes Institutin Marf.
Aber auch hier musste man sie Avieder wegnehmen (im2. Semester 1883); und da sie niemand mehr bei sich behaltenwollte, musste sie ihr Vater nach dem Kloster „Zum guten Hirten"in Arras bringen. — Hier haben wir die ächte geborene Verbrecherin.
T-jombioao, Verbrecherstudien.