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seine Brüder, stiess alle Gegenstände um oder versteckte sie, zef-riss seine Kleider, und wenn er keinem was Böses anthun konnte,kehrte er seine Wut gegen sich selber und traktierte sich mit hef-tigen Püffen. Wenn man ihm nicht zu Willen war, kannte seinZorn keine Grenzen; wenn er durch andauernde Strafen im Zaumegehalten wurde, so suchte er das Böse im Verborgenen auszuüben.
Dieser kleine Knabe nun ist häufigen Errektionen unterworfenund ergiebt sich der Masturbation.
Ein anderer, noch nicht ganz fünfjähriger Knabe litt ebenfallsseit frühester Jugend an Krämpfen; dadurch wurde allmählich auchsein Charakter in Mitleidenschaft gezogen. Der Kleine wurdeheftig, suchte sein Brüderchen zu erwürgen, tötete eine Katze mitseinen Händen, suchte Feuer anzulegen und verschlang seine eigenenExkremente.
Von den Geisteskranken, die uns Pellanda beschreibt, sinddrei erst nach ihren Verbrechen epileptisch geworden; ein anderer,der es nicht im eigentlichen Sinne des Wortes war, zeigte die haupt-sächlichsten Phänomene: wenn er ■/.. B. Weiberurin trank, verlor erjede Besinnung und wurde analgesisch; wenn er erwachte, wussteer von nichts mehr.
Garnier schreibt (La folie ä Paris): Peter B. ist ein neun-jähriger Knabe, intelligent, aber wild, verschlagen, bösartig, unge-horsam. Er ist mit ziemlicher intellektueller Regsamkeit begabt, erschreibt ziemlich gut ab, kann aber nicht lesen, was er schreibt.Mit 4 oder 6 Jahren begann er zu onanieren. Seit einiger Zeitstellt er den Weibern mit übertriebenen und unaufhörlichen Lieb-kosungen nach, wobei er die kleinen Mädchen seines Alters ver-schmäht und sich an reife gesundkräftige Frauen hält. Er treibtalle möglichen Possen, um sich an seine Muttor anschmiegen, sichan ihr reiben und ihren Busen fühlen zu können Bei solchen Be-rührungen, oder wenn er Frauen sieht, strahlen seine Augen ingeilem Glänze. Verschiedene Male wurde er dabei ertappt, wie ereine Nachbarin belauschte, die etwas ungeniert Toilette machte; wennman ihn von seinem Späherposten wegbringen wollte, leistete erWiderstand und behauptete, man müsse ihn zusehen lassen.
Eines Tages warf er sich auf eine 60jährige Frau, die sichnur mit grosser Mühe von ihm losmachen konnte.
Sein Vater ist ein Säufer und in allen Lastern, besonders aberbei den Weibern zuhause.
Wer wird in diesem Kinde nicht einen Epileptiker und dasBindeglied zwischen diesem und dem Sittlichkeitsverbrecher sehen?
] ) Arch. di psichiatria, XI, 1890.