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Neue Fortschritte in den Verbrecherstudien
Entstehung
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Jd. - - In einem sehr schönen Kapitel seines Buches (Leshabitues des prisons) erzählt uns Laurent die Geschichte einerganzen Verbrecherfamilie, welche die Daten Marros und Sichartsin schlagender "Weise bestätigt.

Der Grossvater väterlicherseits, der 67 Jahre alt an einemHerzleiden starb. war charakterschwach und ganz unter demPantoffel seiner Frau, die nervös und boshaft war und ihren Mannbei jeder Gelegenheit prügelte. Zudem war sie von zorniger Ge-mütsart und fand ein besonderes Vergnügen daran, ihre Schwesterzu peitschen, wenn sie krank war."

..Der Vater war sehr nervös, heftig, aber feige; obgleich erwusste, dass seine Frau ein sehr liederliches Leben führte, hatteer doch nicht den Mut, der Sache Einhalt zu gebieten. Er starban Aortalinsufticienz."

Ein Onkel väterlicherseits war sehr lasterhaft und heftig.Er prügelte seine Eltern, um Geld von ihnen herauszupressen, be-nützte ihre Abwesenheit, um einen Teil des Mobiliars zu verkaufen,und versuchte, seinen Bruder aus Eifersucht zu töten. Ein Vetter(Geschwisterkind) der beiden ebengenannten ergab sich der Päderastie."

Der Grossvater mütterlicherseits war intelligent, aber einSäufer und hat wegen Diebstahls zwei Jahre Gefängniss abgesessen.unter der Kommune war er Hauptmann, wurde aber wegen schlechterFührung bestraft. Er war unberechenbar, brutal und grob. Inseiner ersten Ehe hatte er vier Töchter, deren Geisteszustand wirweiter unten beschreiben werden. Die Grossmutter mütterlicher-seits Hess ihre kleinen Kinder im Stich und vergeudete in Gemein-schaft mit ihrem Manne den Wochenlohn. Sie starb am Gebär-mutterkrebs."

Die Mutter war ungemein lasterhaft, faul und heftig. Sie-verheiratete sich mit 20 Jahren und hatte zwei Knaben. Mit 23Jahren ging sie dem Manne durch und lebte mit einem jungenMenschen zusammen, von dem sie ein Mädchen hatte. Späterkehrte sie wieder zu ihrem Manne zurück und bekam ein viertesKind; während dieser Zeit war sie die Geliebte eines Weinhändlers."

Diesem Liebhaber folgten andere. Mit 35 Jahren bringtsie ein fünftos Kind zur "Welt. Sie kümmert sich weder um ihreFamilie noch um ihre Kinder und bringt ihr Leben in den nied-rigsten Spelunken (bouges) zu, wo sie Karten spielt und mit denTrunkenbolden disputiert. In der Betrunkenheit sucht sie zu wieder-holten Malen ihren Mann zu töten. Mit 37 Jahren hat sie voneinem ihrer Liebhaber ein sechstes Kind, einen Knaben, der anGehirnhautentzündung stirbt. Sie wird nochmals schwanger, ver-lässt nun definitiv das Haus ihres Mannes und lockt die Töchteran sich, die sie dann dem ersten besten preisgiebt. während sie-