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Und auf je 100 Männer erhalten wir in den einzelnen Kate-
rien für die "Weiber:
Amts-
Ge-
Schwur-
Gesamt-
vorstände.
richte.
gerichte.
zahl.
Unter 14 Jahren
22.5
10.1
0.0
32.6
Von 14 bis 21
22.2
9.0
3.3
34.5
„ 21 .. 50 ..
21.6
8.4
5.5
36.2
über 50
23.1
10.5
11.1
44.7
Daraus lässt sich ein konstantes Faktum für die verschiedenenKategorien der leichten, schweren und schwersten Vergehen ab-leiten, nämlich: die weibliche Kriminalität zeigt sich im Vergleichzur männlichen im vorgeschrittenen Alter am höchsten, also geradedann, wenn der Geschlechtscharakter sozusagen vom Alter ver-wischt wird.
Die nächsthöchste Ziffer der weiblichen Kriminalität fällt indas kindliche Alter (unter 14 Jahren), das heisst in jene Alters-stufe, wo sich der Geschlechtscharakter noch nicht völlig ausge-bildet hat. Doch scheint dieses Resultat für die schwersten Ver-brechen keine Geltung zu haben, da in der That gar kein Mädchenunter 14 Jahren von den Schwurgerichten verurteilt "worden.
AVenn wir jedoch die beiden Geschlechter getrennt betrachten,ohne sie mit einander zu vergleichen, so fällt uns gleich die grosseZahl der auf das jugendliche Alter (von 14 bis 21 Jahren) ent-fallenden Delikte aller Kategorien in die Augen.
"Wenn wir die Tabelle betrachten, auf der die auf je eineMillion Einwohner entfallenden Delikte angegeben sind, so sehenwir. dass die Zahl der zwischen dem 14. und 21. Jahre begangenenDelikte nur "wenig hinter der des zwischen dem 21. und 50. Jahrebegangenen zurückbleibt. Darin scheint mir ein lautsprechenderBeweis zu liegen, dass der Grund, die raison d'etre des Verbrechensweit mehr in einer angeborenen Alteration des Individuums als inden sozialen Verhältnissen liegt. Zudem muss man annehmen, dasssich eine grosse Zahl der gerade in diesem Alter begangenen Ver-brechen aus leicht begreiflichen Gründen der Justiz entzieht, sodassman die Zahl der zwischen dem 14. und 21. Jahre begangenenDelikte gut und gerne der zwischen dem 21. und 50. Jahre be-gangenen als gleichwertig, ja vielleicht sogar als verhältnismässighöherwertig setzen darf.
Dies gilt besonders und zeigt sich am deutlichsten für die"weniger schweren Vergehen auch fürs weibliche Geschlecht; nichtaber für die schwereren.
Die jährlichen Durchschnittszahlen ergeben für die Landschaftenfolgende Resultate: Auf je eine Million Einwohner haben wir: