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Da er diese Form des Gesichtsfeldes unabhängig von Ver-letzungen des Augengrundes und von Alterationen der centralenSehkraft konstatieren konnte, so glaubt er. dass es sich hier umein kortikales Phänomen handle. Diese Auszackungen haben keinekonstante Stellung, und ihre Lage ist nicht einmal bei ein- unddenselben Individuen fixiert. Ferner sind sie unabhängig von dergrösseren oder geringeren Intelligenz des betreffenden Individuums.
In den Fällen, wo das Gesichtsfeld sehr eng begrenzt ist.zeigen sich diese Einbuchtungen nicht mehr: das beweist, dass sieder peripheren Portion des Gesichtsfeldes eigen sind, also jenerPortion, welche im Normalzustand die Schwelle der Lichtempfind ungbildet. Ottole nghi führt nun diese Anomalie weniger auf eine
Figur 27. Gesichtsfeld eines geborenen Verbrechers
anatomische Störung als auf eine unregelmässige, asymmetrische,gleichsam ataxische Funktion der perceptiven Sehcentren zurück,auf eine ungleichmässige Erregbarkeit der verschiedenen Rinden-elemente, die unordentlich auf die Lichteindrücke reagieren. Esbildet sich dadurch in der peripheren Grenzregion der Seh-funktion eine unbestimmte 'Zone von empfindlichen und unempfind-lichen Punkten.
Darauf mass Ottole nghi das Gesichtsfeld von 20 Gelcgen-heitsverbrechern. desselben Alters und in den gleichen Verhältnissenlebend, wie die vorigen; sie wurden in demselben Raum und nachderselben Methode gemessen. Bei keinem von diesen zeigte das