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den oberen Extremitäten, selten auf den Beinen oder auf der Brust;acht sassen am Handgelenk.
Drei Mädchen hatten einen Fingerring auf dem Daumen, auf demZeigefinger und auf dem Mittelfinger der linken Hand gezeichnet.Drei weitere hatten Figuren über dem linken Knie, eine über demrechten, und drei über beiden Knieen. Eine hatte eine Tättowierungin der Herzgrube: nämlich den Namen eines Geliebten; eine anderetrug eine Figur etwas tiefer zwischen den Brüsten.
Die Tättowierungen der Kopenhagener Prostituierten gleichenden an ihren Pariser Kolleginnen beobachteten.
Hier, wie in Paris, sind es hauptsächlich die Mädchen aller-niedersten Banges, die sich tättowieren lassen; doch findet manniemals obscöne Zeichnungen. In beiden Städten beziehen sich dieTättowierungen vorwiegend auf Liebesverhältnisse, besonders mitMännern.
Die Tättowierungen befinden sich im allgemeinen an denselbenStellen und sind in denselben Farben ausgeführt; manchmal wirdein altes Verhältnis dadurch auszulöschen gesucht, dass man dieZeichen eines neuen darüber tättowiert.
Der einzige Unterschied würde darin bestehen, dass sich diePariser Prostituierten öfter den Kamen ihrer weiblichen Geliebteneinätzen lassen. 1 )
Bei öffentlichen Dirnen kommen Tättowierungen ziemlich oftvor, dagegen sind sie selten in der höheren Prostitution und exis-tieren sozusagen gar nicht in der heimlichen.
Von 1502 fast durchgehend jungen "Weibern, die von 1886bis 1890 in der zweiten Abteilung (die für die heimlich Prosti-tuierten reserviert ist) des Vestne-Hospitals in Kopenhagen behandeltwurden, hatten nur 31 Tättowierungen, darunter 15 ganz jungeMädchen. Diese waren von dem oben erwähnten Individuum tätto-wiert worden, andere von ihren Freundinnen oder ihren Liebhabern.Diese Tättowierungen glichen den bei den öffentlichen Dirnen ge-fundenen.
Wir bemerken ferner:
Salsotto fand 3 Tättowierte unter 130 Verbrechern mit Monogrammen;Segre „ 1 „ „ 300 Prostituierten (ausser 32 m. Muttermal);
Riva „ 10 „ „ 147 Wahnsinnigen Frauen;
De Albertis „ 28 „ „ 300 Prostituierten.
') Nach Par ent-D uc ha t el (S. 159, 169) wäre ungefähr der vierteTeil aller öffentlichen Dirnen in Paris Tribaden, was weder für Kopenhagennoch für Paris zu hoch gegriffen scheint. (Siehe Bergh, Vestne-Hospital1889, S. 13.)