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Neue Fortschritte in den Verbrecherstudien
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rücken in 4 Fällen, die Palmarfläche des Vorderarms in 3 Fällen,der Rücken des Mittelfingers der rechten Hand in einem Falle.Bei den Frauen beschränkte sich die Tättowierung auf die Dorsal-fläche des Vorderarms. .

Diese Tättowierten litten an folgenden Geisteskrankheiten:

Manie............2

Lipemanie..........2

Pellagra...........3

Tollheit...........10

Periodischer "Wahnsinn......7

Epilepsie...........4

Alkoholismus.........8

Moralischer Irrsinn.......1

Phrenasthenie.........3

"Wenn man (fährt Riva fort) einen Blick auf die ' von denTättowierten vertretenen Krankheitsformen wirft, so bemerkt man,dass die sogenannten degenerativen Formen vorwiegen, das heisst.die. welche gewöhnlich unheilbar sind, wie periodischer "Wahnsinn.Epilepsie, Säuferwahn, angeborener moralischer Irrsinn und ange-borene Schwachsinnigkeit; und ausserdem kann man noch eine andere,nicht weniger beredte Thatsache beobachten, dass nämlich die vonden erwähnton Arten von Geistesstörungen befallenen Kranken dieverhältnismässig grösste Zahl von Tättowierten stellen.

Die vornehmsten Charakterzüge, durch welche sich die Täto-wierungen unserer Kranken von denen der Verbrecher unterscheiden,liegen vor allem in den dargestellten Symbolen und in ihrer Placie-rung und Ausbreitung über den Körper. Bei unseren Krankenfanden wir nur religiöse Embleme und Symbole, darunter sehr häufigdas Bild der Madonna von Loreto. Die tättowierten Körperteilesind fast ausschliesslich Arme und Hände und zwar hauptsächlichauf ihrer dorsalen Fläche (Arch. di psich., Heft I, S. 79; Cronacaclel Manicomio di Ancona, 1888).

8. Frauen. Bergh (Archiv, di pich., 1891, S. 361) hatdie Tättowierungen der dänischen Prostituierten studiert.

Bei den öffentlichen Dirnen von Kopenhagen wurde dasTättowieren Mode, als ein junger Mensch, der früher Matrose ge-wesen war und einiges Talent zum Zeichnen, besonders aber zudieser Specialkunst besass, aus der Leichtfertigkeit dieser WeiberKapital zu schlagen begann.

Unter 804 Prostituierten fand Bergh in den letzten fünfJahren 80 Tättowierte, davon 49, also mehr als die Hälfte, vondem genannten Menschen verziert worden waren. Die anderen