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linken Körperhälfte, wenn wir die Resultate nach den einzelnenVerbrecherkategorien betrachten.
Die grösste Prävalenz der linken Hand findet sich bei Dieben(34,8 °/ 0 ) und Taschendieben (35 %), die mittlere bei den Rauf-bolden (25 °/ 0 ) und die geringste bei den Notzüchtern (14 %),und den Betrügern (13%).
Prävalenz des linken Mittelfingers findet sich am häufigstenbei Dieben (30%), Taschendieben (30%) und Notzuchten! (28%),seltener bei Raufbolden (25%) und Betrügern (21%).
Die Länge des linken Fusses überwiegt am häufigsten beiRaufbolden (55%); dann kommen die Notzüchter (mit 35%), undschliesslich die Betrüger (26%) und die Diebe (26%).
Die motorische Linksseitigkeit (Linkshändigkeit, häufigerer undleichterer Gebrauch der linken Hand) stimmt nicht immer mit deranatomischen (grössere Entwicklung der linken Gliedmassen) überein.Der atavistische Charakter dieser Verhältnisse wird augen-fällig, wenn man bedenkt, dassRolle (Revue scientifique,ll. Aug. 1889)an Menschen- und Anthropoiden-Skeletten eine häufig sich zeigendeAsymmetrie der oberen Extremitäten entdeckte; während aber beimMenschen in 99% die rechte Seite überwiegt, so zeigt sich für dieAnthropoiden in 64% Prävalenz der linken Seite; die Asymmetrieder unteren Extremitäten bei Menschen und Anthropoiden war in-dessen indifferent.
5. Greiffuss (Piede prensile). — Nachdem ein Fall, dermir in meiner Praxis vorkam, die Aufmerksamkeit auf diese Anomaliegelenkt hatte, untersuchten die Doktoren Ottolenghi und Carrara(Giornale clella B. Accad. di Medicina, 1892 und Archivio di psich,XIII, Heft IV) 100 Normale, 200 Verbrecher, 31 Epileptiker,62 normale Frauen, 50 Prostituierte, 64 Verbrecherinnen und56 Idioten, sämtliche über 18 Jahre alt. Sie Hessen das zu unter-suchende Individuum auf ein Blatt Papier treten und zeichnetenauf diesem, während der Betreffende bei ruhiger Zehenhaltung auf-recht stand, den genauen Umriss des Fusses und den Abstand dergrossen Zehe von den übrigen auf das Papier; dann forcierten sieden zu Untersuchenden auf, die grosse Zehe so weit als möglichvon den übrigen abzustrecken und machten von dieser Zehenlageebenfalls eine Umrisszeichnung.
Dabei brachten sie die weniger als 3 mm betragenden Abstände,die sehr häufig vorkommen, nicht in Anrechnung. Wie aus derumstehenden Tabelle hervorgeht, teilten sie die Abstände in solcheein, die an der Basis 3 bis 8 mm, und in solche, die mehr massen.Normale. — Von den untersuchten Normalen, die fast allevom Lande stammten (38 Patienten der Augenheilanstalt und 62 Sol-daten) zeigten 11% -einen über 3 mm betragenden Abstand zwischen