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Neue Fortschritte in den Verbrecherstudien
Entstehung
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Astes, das Verhältnis der Höhe der Apophysis corono'idea zur Höhedes ganzen Astes ausdrückend. Dabei fand er, dassdie Apophysiscorono'idea im allgemeinen dreieckig und breiter als hoch ist undnach Gestalt und Dimensionen merkliche individuelle Variationen,auch nach Alter und Rasse, erleidet. In der Kindheit ist sie relativgrösser als während der anderen Lebensperioden; im Alter wirdsie vielleicht schmäler und niedriger; bei den hohen Rassen ist siehöher und schlanker, bei den mittleren und niedrigen wenig hoch,breit und massig".

17. Id. Dr. Parigi fand in seiner Studie über die Morpho-logie des Unterkiefers (Arch. per l'antr .) Bd. XX. Heft II. 1890)an 11 von Epileptikern und Irrsinnigen, die alle hohen Rassen an-gehörten, herrührenden Schädeln. 5, deren Unterkiefer nach ein-wärts geneigte Condylen zeigten, wie sie bei den niedrigen Rassenvorkommen, 2 deren Condylen horizontal, jedoch leicht nach innengeneigt waren, und 4 mit auswärts geneigten Condylen, wie siedie höheren Rassen aufweisen; ferner waren die Condylen bei 6Mördern und Dieben stets nach innen geneigt, ebenso bei einemMikrocephalen.

Gewöhnlich wird die Gelenkfläche des Condylus in wagrechterLage vom Gipfelpunkt der Apophysis corono'idea überragt; nur in10 Fällen von 740 fand Parigi das Verhältnis umgekehrt, undzwar bei Individuen niedriger stehender Rassen, ebenso bei 5 von9 Anthropomorphen; in 5 Fällen fand er sie in der gleichen Ebene,was ein atavistisches oder degeneratives Merkmal zu sein scheint,da von diesen 5 Unterkiefern 2 von Irren oder Neuropathikern.2 von Individuen niedriger Rassen und 1 von einem Indianer her-rührte, und weil die Längsachsen aller Condylen nach innen geneigtwaren.

Carrara hat dieses Charakteristikum an 50 Verbrecherschädelnaus meinem Museum studiert und hat den Condylus des Unter-kiefers bei 24 (48%) nach einwärts, bei 14 (28%) nach auswärts 'geneigt und bei 12 (24%) horizontal gefunden; die Gelenkflächeist bei 27 (54%) horizontal, bei 23 (46%) nach vorn geneigt; inderselben Ebene mit der Apophysis corono'idea liegt sie nur bei13 (26%), dagegen tiefer als diese bei 9 (18%). Bei 16 war über-dies der Condylus von bemerkenswerter Stärke.

18. Schädel von Verbrecherinnen.Näcke (Beiträgezur Anthropologie und Biologie geisteskranker Verbrecherinnen) be-richtet, dass unter zwölf von Verbrecherinnen herstammendenSchädeln (darunter 4 Mörderinnen und 5 Diebinnen) 6 pathologisch,9 sklerotisch, 4 hydrocephal, 6 ultrabrachycephal waren, während