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Neue Fortschritte in den Verbrecherstudien
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Von den Delinquenten zeigten also drei 16 Rücken- und Lenden-wirbel, wie die Anthropoiden; einer 18 Rückenlendenwirbel wiebeim Hylobates, und ein anderer 13 Rippenpaare, wie beim Gorillaund beim Schimpanse. Diese letztere Anomalie fand sich auch amLeichnam des Normalen.

Das aus diesen Untersuchungen gewonnene allgemeine Resultat,schliesst Tenchini, bestätigte nur das, was inbetreff der Gehirneund Schädel der Verbrecher schon bekannt ist. nämlich,dass beidiesen letzteren Anomalien mit atavistischem Charakter bedeutendhäufiger vorkommen als bei den Normalen" (Archivio di psichiatria,XI, p. 112).

3. Schädel. Die Doctoren Roncoroni und Ardu (Emi-centuria di cranii di criminali; Archivio di psichiatria, XIII, HeftVI) fanden an 50 von ihnen untersuchten Verbrecherschädeln:

1 Schädel mit 23 Anomalien

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und 19 Schädel, die weniger als 10 Anomalien aufzuweisen hatten.

Das ergiebt also ein Mittel von 11,4 Anomalien für jedenSchädel.

Die am häufigsten auftretenden Anomalien waren:

An den Nasenbeinen: asymmetrische Nasenöffnung (24 mal),Deviation der Nasenscheidewand (11).

An der Stirn: ungemein grosse Sinus frontales (23 mal); un-gemein grosse Stirnhöcker (12); niedere Stirn (12); zurückweichendeStirn und Stenokrotaphie (8).

Am Oberkiefer: tiefe Fossa canina (18).

Am Unterkiefer: Apophysis lemurinica (16); Alveolarprogna-tismus (10); Prognatismus des Unterkiefers (11); weit von einanderabstehende Zähne (9); sehr umfangreiche Kinnbacken (7); hyper-trophische Eckzähne (5).

An den Gesichtsknochen im Ganzen: Gesichtsasymmetrie (10).