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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
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Ruinen, theils geht ein näherer Arm derselben auf der Höhezwischen dem Deusterhofe und Ueberroth links ab, über denTrauschberg und nördlich von Theley vorbei nach demVaruswalde. Dieser ganze Wald ist mit Trümmerhaufenrömischer Gebäude und Mauern, die zum Theil noch mehrereFuss über den Boden hervorragen, bedeckt, welche dieehemalige Existenz eines Orts von grösserm Umfange be-weisen. Noch im letzten Frühjahre (1829) wurden hier,zum Behuf von Bausteinen, die Ruinen eines runden Tempelsausgegraben, in welchem sich ausser acht grossen, schöngearbeiteten Säulen, drei Statuen von Stein und eine grössereAnzahl kleiner bronzener Votivbilder fanden. Alles warbereits, als der Verf. nach Theley kam, zerschlagen oderan die Juden verkauft. Neben dem Wege von Tholey nachBliesen ist unter diesen Ruinen noch ein wohl erhaltener ^^römischer Brunnen sichtbar. Ueber den Ursprung unji dieBenennungen der römischen Befestigung auf dernJSchauen- /

berge und des Etablissements in dem Varuswalde schweigendie auf uns gekommenen römischen Nachrichten. Nach einer

Tradition, die sich in der Gegend erhalten hat, soll RicciusVarus, der unter Maximian I (gegen 290) Statthalter vonGallien war und sich durch seine blutigen Verfolgungen der .£*LChristen auszeichnete, der Gründer dieser Orle gewesen sein,wogegen jedoch die vielen Münzen aus der frühern römi-schen Periode, die hier gefunden werden, zu sprechenscheinen.

Die vielen römischen Alterthümer, welche man bis jetztbei dem Imsbacherhofe, bei Theley, bei Steinbach, Gresau-bach, Limbach, Urexweiler, in dem Walde bei Stennweilcretc. gefunden hat, beweisen, dass sich in der ganzen Um-gegend von Tholey römische Ansiedelungen 192 ) befanden,

192) Der Verf. ist der Ansicht, dass die meisten römischen Etablis-sements in den Rheingegenden durch Veteranen-Kolonien ent-