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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
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an dem obern Ausgange von Oberwesel, die man für römischhält, gehören wohl dem frühem Mittelalter an.

Da der Stein Nro. 1 XXIX Leuken von Mainz an der Strasseseinen Standort hatte , also nur eine Leuke oberhalb des mitXXX bezeichneten Steins stand, welcher sich in der, in demItinerar und auf der Peutingerschen Tafel angegebenen, Entfer-nung von Mogontiaco nach Baudobrice befand , so muss auchder letztere noch oberhalb des heutigen Boppard gestandenhaben. Auf dem Milliensteine Nro. 2 fehlen in der Schlusszeileeinige Zahlzeichen, und es sind nur noch davon vorhandenXXV, daher es nicht geringe Schwierigkeit hatte diese Entfer-nungszahl mit den vorhanden gewesenen Einerstrichen zu er-gänzen, und es ist dem Herrn Dr. Rössel nur durch die sorg-fältigsten Erwägungen, und durch genaue Abmessung auf demSteine selbst, gelungen zu ermitteln, dass zwei Einerstriche ver-wischt und also zuzusetzen sind, so dass die ganze Entfer-nuiKszahl XXVII beträgt. Hiernach hätte also Stein Nro. 2nur z?, Leuken von Mainz abgestanden, während Stein Nro. 129 Leuken davon aufgestellt gewesen wäre , und doch müssenbeide Steine ganz in der Nähe ihres Fundortes, also fast anein und derselben Stelle an der Strasse errichtet gewesen sein.Dieser Widerspruch konnte nur dadurch gelöst werden , dassman bei Stein 2 die Maasse zu Grunde legte, welche auf demim Jahre 1817 bei Gelegenheit des Baues der Chaussee vonTongern nach Brüssel vor der porte de St. Trond des erstemOrts in einer Art Stern, von wo verschiedene Bömerstrassen aus-gegangen, aufgefundenen Fragmente einer achtseitig gewesenengrossen Milliensäule von 38 Centimetres Durehmesser , auf dereinen der noch lesbaren drei Seiten, die Route rheinaufwärtsvon Remagen bis Worms enthaltend, angegeben sind. Dadieses merkwürdigen Fragments in dem oben erwähnten Briefedes Herrn Cudell ausführlich gedacht wird, welchem dasselbes. Z. zur Entzifferung anvertraut gewesen ist und welcher davoneinen Abklatsch genommen, und da in dem Tagebuche desVerf. die noch auf den drei lesbaren Seiten befindlichen Schrift-züge verzeichnet sind, halte ich es für angemessen, sie hiermit den Bemerkungen des Herrn Cudell wieder zu geben.