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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
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Was die Römerstrasse von Bingen bis Coblenz betrifft,so verdient dieser Gegenstand hier eine nähere Auseinander-setzung.

Obgleich in dem Itinerar und auf der PeutingerschenTafel Baudobriga (Boppard) und auf der letztern nochVosavia (Oberwesel) als Etappenorte auf dieser Strassegenannt werden , und andere römische Nachrichten vonTruppenmärschen sprechen,' welche in dieser Gegend längsdem Rheine stattgefunden haben (z. B. Tacitus hist. IV. c.24); so hat man doch bis jetzt allgemein in Abrede gestellt,dass sich eine römische Militairstrasse von Bingen bis Coblenzlängs dem Rheine befunden habe 15 °), und hat diese Behauptungdaraus zu beweisen gesucht, dass man theils bei Erbauungder gegenwärtigen Rheinstrasse in dieser Gegend nicht auL _die Ueberreste einer römischen gestossen, theils bei Anlegung"&--der neuen Chaussee gezwungen gewesen sei, an anehreniStellen die Felsmassen zu sprengen, welche das Strombettdes Rheins auf der linken Seite einengen, um die Anlageeiner Strasse möglich zu machen. Diese Grüude sind v

jedoch nur scheinbar, denn

1) hat sich das Strombett des Rheins an vielen Stellenseit der römischen Periode so bedeutend erhöht, dass die »VUeberreste von römischen Strassen, Gebäuden etc. gegen- ^wärtig bis an 1& unter der Bodenfläche und 6 bis 9' unterdem jetzigen Niveau des Flusses gefunden werden (wie beiNeuwied, Andernach etc.). Durch diese Erhöhung ist dieRömerstrasse gleichfalls durch den FIuss entweder gänzlich

nichtete dadurch das Hinderniss , welches sich dem Vorrückender Römer nach dem Niederrhein und nach Trier entgegensetzte.159) S. Jahrb. H. II. S. 3 und H. XVIII. S. 38. Dr. Keuschera. a. O. S. 301 stellt ebenfalls die römische Rheinstrasse, unddass diese auf dem Rupertsberge sich mit der über denHunsrücken von Trier kommenden vereinigen konnte, in Abrede.

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