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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
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südliche Front durch die Nahe und durch das hohe undsteile Ufer derselben, und die östliche durch den Rhein

bis zur Zeit des Dr. Keuscher nur die S. 308 u. 318 gedachtenAltäre mit Inschriften in Bingen aufgedeckt worden. Dagegensind 1859 und 1860 am nördlichen Fusse des Rupertsbergesdurch die Eisenbahnbauten die im H. XXYIII. S. 79 ff. und imDoppelh. XXIX u. XXX, S. 205 ff. beschriebenen neun Inschrift-steine, worunter sieben Soldaten-Denkmäler, aufgegraben wor-den, welche auf dem nach dem Rheine hin lang gedehntenSoldatengräberplatze an der rheinabwärts geführten römischenStrasse gestanden haben.

"Wenn nun zwar bei dieser Gelegenheit Ueberresto von einemauf dem Rupertsberge gestandenen römischen Kastell nichtvorgefunden worden sind, was an und für sich durch die imLaufe der Jahrhunderte gerade auf dieser Stelle -vorgenom-menen Bautenveränderungen (vgl. M. Merian Beschreibung~ ^jler 4vornembsten Statt und Platz in denen Ertzbistumen Mayntz,TrieVund Cöln 1646. S. 15 und N. Yoigt RheinischeGesohiohten und Sagen. Frankfurt a/M. 1817. III. Bd. S. 109 ff.)nicht auffallen kann, so dürften doch dieser grosse Soldaten-gräberplatz und die im Doppelh. XXIX u. XXX. S. 210 ff., S.212, S. 216, S. 219 u. 220 ff. bereits erwähnten Strassen-stücke immer darauf hinweisen, dass links der Nahe einsolches Etablissement gestanden habe; zumal wenn man nachVegetius III. 7. die bei den Römern eingeführte Kriegsregelerwägt, wornach im Felde stehende Truppen für den Fall, dasssie über einen Fluss eine Brücke zu schlagen genöthigt waren,welche für längere Zeit im Gebrauch bleiben sollte, an beidenEnden derselben Schanzen mit breiten und tiefen Gräbenanzulegen hatten. Die heutigen weit tragenden Schusswaffenlassen es zu, dass bei richtig gewähltem Punkte für einesolche nur passagere Brücke eine einzige Schanze zu derenDeckung hinreicht, während man bei permanenten Befestigun-gen jenseits des Flusses stets Brückenköpfe anlegt, und so istes wohl a'uch, schon nach Obigem zu urtheilen, von denRömern im letztern Falle gehalten worden, und hier am linkenUfer der Nahe um so mehr, als nicht nur der Uebergang über