Druckschrift 
F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
Entstehung
Seite
141
Einzelbild herunterladen
 

141

oder der Höhe, welche nach dem von Zahlbach kommendenBache abfällt, fort, und hier hat man, besonders bei Anlegungder Josephs- und Linsenberger Schanze, die römischen Um-fassungsmauern in der Ausdehnung von 2029 rhein. Fussaufgefunden. Von der südlichen langen Seite hat man zwi-schen dein Glacis des doppelten Zangenwerkes und demEntenpfuhl oder Drusenloch, so wie in der Philippsschanze,viele Mauerreste entdeckt; desgleichen von der östlichenkurzen Seite in dem westlichen Glacis der Elisabethschanzeund in der Nahe der Citadelle bis an den Abhang des Albans-berges gegen den Rhein. Die römische Umfassung bestandaus zwei starken parallelen Gussmauern mit Thürmen. Zwi-schen beiden Mauern befand sich ein 15 Fuss breiter Zwischen-raum, der mit Erde ausgefüllt gewesen zu sein scheint.

Zu den ausgezeichneten Bauwerken der Römer, voii weiden,sich in der Nähe von Mainz noch Ueberreste erhalten haben,gehört: _.-'*

1) Der A quaedu et u7 ), welchen Drusus gewiss zu gleicher

147) Im 6. Bde. 2. Hefte der Annalen für Nass. Alterthums-Kundeetc. werden S. 355361Kurze Andeutungen über die wirk-liche Richtung der römischen Wasserleitung bei Mainz von Dr. /H. Malten" mitgetheilt, und sprioht sich der Verf. in seinemBegleitschreiben vom 27. Mai 1846 über die Tendenz seinerArbeit folgendermaassen aus: «Die beikommenden Andeutungenhaben im Grunde kein anderes Verdienst, als das an sich sehrgeringe einer fast zweijährigen Nachforschung mit dem Such-eisen, welche den Verf. von Pfeiler zu Pfeiler geführt und ihmschliesslich die Ueberzeugung gegeben hat, dass der verdienst-volle, grösstentheils nach persönlichen Forschungen an Ort undStelle folgernde Pater Fuchs sich geirrt, wenn er angenommen,dass die römische Wasserleitung am sogen. Königsborn, eineViertelstunde nördlich von Finten (1% Stunde westlich vonMainz) ihren Anfang genommen, den Fuss des Fintener Bergesumschlungen und dann in gerader Richtung bis zu der porta

*N

i_