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finden, so ist es mehr als wahrscheinlich, dass die römischeRheinstrasse um den grossen Bogen, welchen der Rheinzwischen Boppard und Rhense macht, zu vermeiden, vonersterem Orte an das Rheinthal verlassen, sich auf die Höhedes linken Thalrandes hinauf, und an dem Kühkopf wiederin dasselbe herab nach Coblenz gezogen habe.
Mainz (Mogontiacum, auch Mogunciacum), die Haupt-festung der Römer am Mittelrhein und die Hauptstadt vonOber-Germanien, enthielt nach römischen Angaben und inUebereinstimmung mit den Ueberresten, welche man in neuererZeit gefunden hat, folgende Werke:
1) Das Castrum Mogontiacum, — das von Drusus aufder Höhe zwischen dem jetzigen Mainz und dem DorfeZahlbach angelegte Hauptwerk, die eigentliche Festung""?"*}«^.
2) das Castellum (Drusi), das jetzige Castel, als Brücken-kopf auf der rechten Rheiuseite, ebenfalls v«»n Drüsusangelegt; *
3) das Casteli auf der Mainspitze ia ) K dessen Grundmauernbei Anlegung der .Gustavsburg, im Jahre 1632, mitvielen Monumenten etc. aufgefunden wurden; ,
4) das Castellum superius Hadriani(das obere Fort Hadrian)auf der Höhe von Weissenau, und ^^
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145) Hofrath Steiner (Topographie de3 Maingebietes S. 128 ff.) stelltdie 'Vermuthung auf, dass der Main zur Kömerzeit sich beiGinsheim in den Ebein ergossen babe. Die Terrainoonfigurationzwischen Raunheim, Rösselheim und Bauschheim macht esallerdings wahrscheinlich, dass in sehr früher Zeit ein Armdes Mains in dieser Richtung geflossen ist. Zur Römerzeit warjedoch die Mündung — oder wenigstens die Hauptmündung— desselben an der gegenwärtigen Stelle. Denn zu welchemZwecke hätte sonst das Kastell auf der Mainspitze, wo dieGustavsburg lag, so nahe bei dem Brückenköpfe von Castel,dienen sollen, wenn es nicht die Bestimmung gehabt hätte, dieVereinigung beider Flüsso und die Strassen, welche hier überden Main führten, zu decken?
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