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Römerstrasse geht noch sichtbar gerade aus und führt aufden Feldern des Bauergutes op gen Born (auf dem Born)durch die Uebevreste eines römischen Militair-Etablissements 122 ).Da diese Ruinen gerade 5 Leuken von Colonia Trajanaentfernt liegen, so ist dadurch die Lage des alten Burgina-cium bestimmt. Diese römische Befestigung hat ein Viereckvon beinahe 800 Schritt Seitenlänge gebildet. Der durchdieses Viereck eingeschlossene Raum ist mehrere Puss, undwie es scheint, künstlich über die umliegende Niederungerhöht, und wird noch jetzt zum Theil von einem schmalennassen Graben umgeben und nördlich durch den Calcar-schen Ley begrenzt. Dieser calcarsche Ley, auch Mund ge-nannt, ist der Ueberrest des ehemalig^jßRheinlaufes, od" reines Anns desselben, und noch jetzt einreist sich der Stronrv^bei hohem Wasser in dieser Richtung, und nimmt von dem v -~^Munderberge (Monreberg, Monterberg)_ einen nsmlwest-lichen Lauf über Calcar und Griethausen'ilach der ehemali-gen Schenkenschanz. In dem ganzen innern Räume diesesVierecks stösst man in der Tiefe von 1 bis 2' unter derjetzigen Oberfläche auf die aus Trass und Basalt bestehendenMauern der römischen Gebäude. Burginacium ist wahr-scheinlich nach einem Ueberfalle durch Feuer zerstört wor- ^^nden, und wie es scheint, ohne vorausgegangene Plünderung:denn was das Feuer nicht zerstören konnte, liegt nochunversehrt auf dem Fussboden der römischen Häuser, als
122) Diese Angabe bedarf insofern der Berichtigung, als die grosserömische Heerstrasse bei dem Hause Kehrum sich westlich aufdie Höhe wendete, und nur ein östlicher Arm derselben nachBurginatium und von da am Fusse des Höhenzuges hin überAltcalcar ebenfalls auf diesen führte. Vgl. Rein, Die römischenStationsorte. S. 61 ff. Ueber neuere an und auf dem Höhenzugebei Burginatium gemachte Funde. Vergl. Jahrb. XXIX. u. XXX.S. 142. ff. und S. 228. ff. R.
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