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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
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Plateau scheint weniger aus grossen Gebäuden, als aus vonZiegeln errichteten Soldaten-Wohnungen bestanden zu haben,da man in diesem Räume keine grossen Mauertrümmer inder Erde findet. Es ist aber auch hier noch zu wenig ge-graben worden, um dieses zu ermitteln. — Die Arena des Am-phitheaters hat c. 105 Schritt von Osten nach Westen undc. 80 Schritt von Süden nach Norden. Die 4 Eingangeliegen genau nach den 4 Himmelsgegenden, und der starkeErdwall, der das Ganze umgibt, mag 20' Höhe haben. Wodie alte Strasse im Dorfe Birten die neue Chaussee ver-lässt und sich gegen den alten Rhein wendet, liegt nichtVinkes Kath, sondern der neue und alte Schwan und dasVjnenhaus".

" Von Vetera führte die Röinerstrasse nach Colonia Tra-jana. Der Spanier Ulpius Trajanus (unter Domitiau undNerva kommandirender General am Niederrhein, von Letztermim Jahre"97 adoptirt und von 98 bis 117 Kaiser) gründetewährend seiner Regierung diese Kolonie durch Veteranenund römische Bürger. Die von Trajan errichtete XXX. Le-gion, mit dem Beinamen Ulpia Victrix, hatte hier ihr Stand-quartier, daher der Ort auch Castra Ulpia, und von Ammianbloss Tricesimae 117 ). (Standquartier der XXX.) genannt wird.Ueber die ehemalige Lage dieser römischen Festung herr-schen die verschiedenartigsten Ansichten. Einige setzen sienach dem Dorfe Kellen bei Cleve, Andere auf den Fürstenberg,Andere nach Xanten und noch Andere machen aus den dreiverschiedenen Benennungen, welche dieselbe führte, auch dreiverschiedene Orte. Bei näherer Vergleichung und Zusam-menstellung der römischen Nachrichten, bei genauerer Kennt-niss der Lokalität und der bereits gefundenen Denkmäler,wird es auch hier nicht schwer sein, das Wahre zu finden.

117) Vgl. Jahrb. H, III. S. 16G ff.