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Ein deutsches, schon früh Handel treibendes und sich durchhöhere Kultur vor den übrigen Germanen auszeichnendes, unddaher von diesen gehasstes Volk, die Ubier, wohnte vorder römischen Periode auf dem rechten Rheinufer zwischender Lahn und Sieg. Dieses Volk von seinen Grenznachbarn,den Sueven, gedrängt, benutzte die Anwesenheit und SiegeJ. Caesars in Gallien, und suchte die gefährliche Freund-schaft der Römer, wodurch der zweimalige RheinübergangCaesars (55 und 53 v. Chr.) veranlasst wurde.
Im Jahre 35 v. Chr. versetzte der Präfekt von GallienM. Vips. Agrippa, die Ubier, um sie aus der Nachbarschaftihrer mächtigen Feinde zu entfernen, von dem rechten aufdas linke Rheinufer (wie Tacitus sich ausdrückt: um abzu-wehren, nicht um gehütet zu werden), Hess auf einer Anhöheam Rhein das Oppidum Ubiorum für sie anlegen und be-festigen , und räumte ihnen den Landstrich ein, der östlichdurch den Rhein von Uerdingen bis Sinzig, südlich durchdie Aar, westlich durch die Roer bis zu ihrer Mündung indie Maas und nördlich von diesem Punkte bis Uerdingenbegrenzt wird. Von diesem Moment an waren die Ubierden Römern treu ergeben, und bald dergestalt romanisirt,dass sie sich ihres germanischen Ursprungs schämten. ImJahre 50 n. Chr. bewog Agrippina, die Tochter des Ger-manikus, Mutter des Nero und Gemahlin des Kaisers Clau-dius, welche während der Feldzüge ihres Vaters am Rheinin dem Oppidum Ubiorum geboren worden war, ihren Ge-mahl und den Senat eine Kolonie Veteranen nach ihremGeburtsorte zu senden. Viele römische Patrizier und Bürgerfolgten dahin. Das Oppidum wurde erweitert, durch Bau-werke verschönert, und erhielt den Namen Colonia Agrip-pinae oder Agrippinensis und Agrippinensium. Cöln wurdevon nun an die bedeutendste Stadt der Römer am Nieder-rhein und blieb es während ihrer Herrschaft.
Bei dem Einfalle der Franken im Jahre 355 wurde Cöln