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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
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num) den Rhein aufwärts bis Strasburg, die zweite 67 ) istnie Fortsetzung einer grössern Strassenlinie, welche vonÖemlin (Taurunum) über Strasburg und den Rhein abwärtsnach den Standquartieren der 30. Legion (Colonia Trajana)führte.

Von Coblenz bis Cöln ist die Römerstrasse durch Anle-gung der gegenwärtigen Chaussee fast gänzlich verschwun-den. Erst nördlich von Cöln, wo die Chaussee noch nichtgebaut ist, oder wo man ihr eine von der Römerstrasse ver-schiedene Richtung gegeben hat, kommt letztere auf längerenStrecken wieder zum Vorschein.

Von Cöln abwärts hat der Rheinlauf vielfach eine andereRichtung genommen, als er zur Zeit der Römer hatte GS ).Orte, die iu römischen Nachrichten als dicht an dem Rheinegelegen angeführt werden, liegen gegenwärtig von diesemStrome entfernt, und Burungum (das jetzige Schloss Bürge!)ist seit der Römerzeit in Folge des veränderten Rheinlaufesvon dem linken auf das rechte Ufer versetzt worden. Dajedoch die alten Strombetten des Rheins noch fast durch-gängig sichtbar sind, so lässt sich auch hier die Wahrheitohne unsichere Hypothesen ausmitteln.

Es sind der Funkte am Rheine so viele, welche durchdie Alterthümer, die bei ihnen gefunden werden, die An-wesenheit der Römer verrathen, dass sich der Verf. derKürze halber genöthigt sieht, bei Verfolgung der römi-schen Rheinstrasse nur diejenigen anzuführen, welche inden römischen Nachrichten als befestigte Grenzplätze undals Militairstationen gegen Germanien genannt werden.

Die Rheinstrasse, von welcher hier keine Spur mehr vor-handen ist, führte von Coblenz nach

67) Vgl. Jahrb. H. I. S. 118 ff. und H. XX. S. 5.

68) Vgl. ebend. H. V. u. VI. S. 238 u. 264. ff. S. Dr. A. Rein'sAbh. Haus Bürgel, das römische Burungum nach Lage, Namenund Alterthümern. Crefeld, 1855. 8.