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Müssiggang und Unordnungen zu bewahren, und ihre physi-schen Kräfte für folgende Kriege zu stählen, ist in derEinleitung zu den römischen Müitairstrassen gesagt worden.Auch erwähnt Tacitus mehrere grosse Bauwerke, die amRhein und in Gallien in den Zeiten der Ruhe unter Clau-dius und Nero durch die Legionen theils angefangen , theilsvollendet wurden. So liess der kommandirende General amNiederrhein, Corbulo, als er im Jahre 47 auf Befehl vonClaudius die Legionen aus Deutschland zurückgezogen hatte,um dieselben zu beschäftigen, die 23 römische Millien (über4% geographische Meilen) lange Fossa Corbulonis, dasjetzige Fluit oder Maaslandssluys zwischen Leyden undSluys, graben, um durch diese Verbindung zwischen de*Maas und dem damaligen Hauptarme des Rheins die gefähr-liche Schiffahrt durch die Nordsee zu vermeiden und umdie Ueberschwemmungen am Niederrhein zu vermindern. SeinNachfolger Paullinus Pompejus vollendete durch die Händeder Soldaten bald nachher den 63 Jahre früher von Drususangefangenen Rheindeich, um das gallische Ufer gegen dieUeberschwemmungen dieses Stromes zu sichern; und zugleicher Zeit liess der kommandirende General am Oberrhein,L. Vetus, durch die Legionen von Obergermanien einen Ka-nal anfangen, der die Saone mit der Mosel vereinigen sollte,um durch diese Verbindung mittelst der Rhone und Saoneeinerseits , der Mosel und des Rheins anderer Seits eineSchifffahrt aus dem mittelländischen Meere in die Nordseezu bewirken. Letzterer Kanal kam jedoch wegen derEifersucht des Legaten von Belgien nicht zu Stande. Taci-tus würde in gleicher Art des Aquädukts nach Cöln ge-dacht haben, wenn die Bestimmung dieses Bauwerkes fürgrössere Staatszwecke und nicht bloss lokal gewesen wäre.