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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
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Büdesheim häufig Münzen e(c. etc. gefunden werden, sodass es scheint, als könne mau mit mehr Recht letzternOrt für das römische Ausava halten.

Von der Brücke bei Oos bis zur nächsten Station Jünke-rath ist das Terrain durch viele Thaleinschnitte zerrissen,und der Verf. hat daher die Römerstrasse nur noch stück-weise auffinden können. Sie ging von jener Brücke west-lich von Scheuren und Auel in der Richtung gegen Stefflen,und von da durch den Lisscndorfer Wald, wo sie nocherhalten ist. Hier wendet sie sich, Gönnersdorf rechts las-send , nach dem Kyllthale herab und trifft gerade auf dieUeberreste der römischen Befestigung bei Jünkerath. Inden römischen Nachrichten ist die Entfernung von Ausavabis Icorigium unrichtig zu 12 Leuken angegeben, indem diewirkliche von Jünkerath bis Oos nur 6'/ 2 und bis Büdesheim8 Leuken und wollte man das fortwährende Steigen undFallen der Strasse mitrechnen höchstens 10 Leüken beträgt.

Icorigium 36 )b ei J ün k e r a t h (s. Zeichnung Taf. III. Nr. 4.)Die Ueberreste 37 ) dieses römischen Etappenorts und befestigtenUebergangspunktes über die Ryll erscheinen auf den ersten An-blick kreisförmig, bei näherer Untersuchung und nach Wegräu-mung des Schuttes findet man jedoch , dass sie ein regel-mässiges Achteck bilden mit wenig vorspringenden rundenThürmen auf den ausgehenden Winkeln. Die römischenGussmauern stehen noch 6 bis 8 Fuss über den Boden her-vor und haben eine Dicke von beinahe 16 Fuss. Der Durch-

36) Es ist wahrscheinlich., dass die Benennung Icorigium griechi-

schen Ursprungs ist, und von oixos "Wohnung Qiyog kaltzu deutsch:kalte Wohnung, kalte Herberge" herkommt;denn den Römern musste allerdings diese hochgelegene Eifel-gegend kalt und rauh erscheinen, wodurch dieser in einerhohen, rauhen und kalten Liegend gelegene Tunkt charakteri-stisch genug bezeichnet wurde. (Richtiger glaube ich den Namenvon Icorix, einem celtischen Eigennamen, abzuleiten. F.)

37) Vgl. Jahrb. H. III. g. 62 ff. und H. XXIII. S. 145.