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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
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sich auf eine längere Strecke auf beiden Seiten der Strasseunter der Erde findet, die vielen hier gefundenen römischenMünzen, WaiFen etc. etc. beweisen. Seiner wird von keinemder noch vorhandenen römischen Schriftsteller gedacht. Esist jedoch mehr als wahrscheinlich, dass der alte NamenMarciacum, der in einer Schenkungsurkunde auf dem Saar-gaue genannt wird, dem jetzigen Merzkirchen zu Grundeliege, welches auf alten Karten Martiskirchen und Mertens-kirchen geschrieben wird 14 ).

^ Von McrzKircheu führt die Strasse in der Richtung desalten Weges von Perl nach Trier, wendet sich auf derHöhe zwischen Butzdorf 15 ) und Oberleucken links, schneidetdie neue Chaussee von Perl nach Trier, führt durch denBorger Busch, zwischen Hellendorf und EfFt durch dassumpfige Wiesenthal des Leuckbaches, östlich der Kapellevon Tüntingen und in dem Walde zwischen Ritzingen undScheuerwald nach einer Stelle, wo sich ein grosses römi-sches Etablissement befand. Von Merzkirchen bis auf dieHöhe von Münzingen ist sie noch gut erhalten, von da biszum Borger Busch grösstenteils zerstört, und in letztem,so wie zwischen Ritzingen und Scheuerwald ebenfalls nochgut erhalten.

Ricciacum (bei Ritzingen). Auf der PeutingerschenTafel wird die eine Etappe auf dieser Strasse Ricciacum ge-nannt und ihre Entfernung von Trier zu 20 Leuken ange-geben. Diese Entfernung trifft so ziemlich auf die Ueberrestedes römischen Orts, welche sich in dem Walde zwischenRitzingen und Scheuerwald befinden, und man kann daherdieselben mit Bestimmtheit für das alte Ricciacum annehmen,um so mehr da sich die alte Benennung in dem, in der Nähegelegenen, neuen Orte Ritzingen erhalten hat.

14) Der Käme ist wohl aus Martinskirohen entstanden und hatmit dem Mars nichts zu thun. F.

15) Vgl. Jahrb. H. XXIII. S. 181.