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Nachrichten über Thomas a Kempis : nebst einem Anhange von meistens noch ungedruckten Urkunden
Entstehung
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209theiler, dem würdigen Erzpriester und katholischen Stadt-pfarrer Herrn van Kessel angegeben wurde, seine Richtigkeithat, ist seitdem ein großer Theil der Gebeine des Thomasa Kempis verkommen.Es sind nun, schreibt er, (der ge-ehrte Leser wolle gestatten, daß seine Worte ins hochdeutscheübersetzt werden)ungefähr dreißig Jahre, daß ich gehörthabe, ein Doctor der Medicin habe nach Untersuchung derGebeine erklärt, es seien nur die der linken Seite vorhan-den. Wohin aber die der rechten Seite gekommen sind, isthier durchaus unbekannt. Vor ungefähr sechs Jahren wurdeein Stück des Kinnbackenknochens mit drei Zähnen aus demBehälter genommen, wie die noch in demselben aufbewahrteHandschrift folgenden Inhalts kund thut: Ego intrascriptusmonachus professus e congregatione Gallica ord. s. Be-nedicti attestor accepisse a Revdo Do. Tempelmann par-tem ossium pii servi Christi Thomae a Kempis, maxillamnempe tribus dentibus imbutam, in Abbatia nostra Soles-mensi tuto et pie perenniterque asservandam. Testor J.A. Dom. Pietra ord. s. Bened. Zwollae, 18. Sept. 1847.In dem Reliquienschreine sind vorhanden die Gebeine oben-bemeldeter linken Seite (supposita veracitate supramemo-rati medici), dann auch das ganze Haupt, der halbe untersteKinnbackenknochen mit einem Zahne, die Wirbelbeine desRückgrats, einige Stückchen von Kley, womit die Todtenladebestrichen war, einige Stücke Torf, worauf das Haupt ge-ruhet hatte, etwas Kalk, die Stengelchen der Blümchen (Li-chenes), welche aus dem linken Fuß herausgesprossen waren,noch etwas von der Stola und die Gebeine der rechten Hand.Die großen Gebeine liegen in der Lade nebeneinander. DasHaupt wird in einer pappenen Schachtel aufbewahrt, dierechte Hand ist in einem Zündholzschächtelchen (Spaanen-doosje), die Stengelchen und die Stolaläppchen sind beson-ders in Papierfetzen gewickelt, alles übrige befindet sich ineinem in dem Schreine aufbewahrten viereckigen Kistchen vonEichenholz. Dieser Schrein ist eine hölzerne Lade, zweifels-ohne dieselbe, welche auf Kosten des Kölner Erzbischofs undKurfürsten Max Heinrich ist angefertigt worden. Sie hateine Länge von 93, eine Breite von 37, eine Höhe von 40Zoll (Duimen) Amsterdamer Maaß. Sie ist viereckig undhat einen zugeſpitzten Deckel, iſt oben, an den Seiten und14