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Nachrichten über Thomas a Kempis : nebst einem Anhange von meistens noch ungedruckten Urkunden
Entstehung
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188St. Agnetenkirche mit einem Theile des Klosters, rechts inder Ferne die Stadt Zwoll. Dies Gemälde wurde durcheinen von dem Gymnasialzeichenlehrer H. Anton Ferlingsaus Kempen vor etwa zwanzig Jahren verfertigten, sehr gutgelungenen Kupferstich vervielfältigt. Möge auch einer nachdem aus der Kirche als Gegenstück dazu erscheinen!Jüngern Ursprungs sind die Abbildungen des Thomasauf dem Stadthause im Sitzungssaal des Gemeinderaths, inder Gymnasialkirche und in der Wohnung des ältestenKaplans. Das erstere ist ein Werk des im vorigen Jahr-hundert in Kempen lebenden Malers und Geistlichen Reiners.Das zweite befand sich ehemals in der großen Aula desalten Gymnasiums und wurde, nachdem die Schulen in daszu diesem Zwecke der Stadt von dem Kaiser Napoleon ge-schenkte Franziskanerkloster verlegt wurden, in der Kirche überden Eingang aus der Sakristei zum Chor aufgehängt. DerPriester Heinrich Reck, erster Regens und Mitbegründer desGymnasiums, kaufte den sogenannten Schmalbruchs=Platz aufder Ellenstraße an und hatte vor, zwei Wohnungen für Geist-liche darauf zu errichten. Der Tod, welcher ihn übereilte,hatte ihn daran verhindert. Doch hatte er noch Zeit ge-habt, vermittelst Testamentes den noch wüsten Platz zu jenemZweck zu vermachen. Nach seinem Hinscheiden wurde dieSache so geordnet, daß der Magistrat aus Gemeindemittelndie Häuser erbauen und sie solchen Geistlichen, die mit einemBeneficium städtischen Patronats versehn, keine hierzu gehö-rige Behausung hätten, zur Wohnung anweisen sollte.!) Seitder Zeit pflegten die Häuser, welche jetzt zu Wohnungen derKapläne dienen, von emeritirten geistlichen Professoren be-nutzt zu werden. Es ist wahrscheinlich, daß das in demeinen vor etwa zehn Jahren noch vorhandene Thomas aKempis vorstellende Gemälde aus der Hinterlassenschaft desRegens Reck herrührt.So wie es nun den Einwohnern Kempens zum unver-kennbaren Ruhme gereicht, daß sie die Bildnisse ihres welt-bekannten Landsmannes an den Orten aufbewahrten, dieihnen als Christen und Bürger die ehrwürdigsten sind, sohaben sie auch sonst manche Veranlassung benutzt, um das1) Rathsprotokoll vom 19. Oktober 1684.