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Nachrichten über Thomas a Kempis : nebst einem Anhange von meistens noch ungedruckten Urkunden
Entstehung
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182als vierhundert zum Theil sehr seltene Ausgaben der vierBücher von der Nachfolge Christi zusammen und vermachtesie durch sein am 17. Nov. 1838 errichtetes Testament derStadt Köln, wo er am 26. Juni 1848 gestorben ist.Plastische Abbildungen von Thomas a Kempis sind,so viel bekannt, nicht vorhanden. Eine Statue, die man inseiner Vaterstadt vor einigen Jahren errichten wollte, ist nichtzu Stande gekommen, eben so wenig als eine, die fast zugleicher Zeit der wackere Prediger der Mennoniten⸗Gemeindezu Zwoll daselbst in Vorschlag brachte. Möge man es bei-den Städten bald nachrühmen dürfen, in der Abtragung dieser Ehrenschuld miteinander gewetteifert zu haben! Dem An-denken eines solchen Mannes waren seine Mitbrüder undZeitgenossen es schuldig, seine Gesichtszüge durch eine treueAbbildung der Nachwelt zu überliefern. Eine solche wurdeentweder noch in seinem Leben oder doch gleich nach seinemTode verfertigt. Es ist wohl die, welche etwa hundert Jahrenach seinem Tode Franz von Tholen in seinem Kloster aufdem Agnetenberg kannte.!) Damals war sie schon veraltetund verwischt. Sie hatte den bekannten Sinnspruch desThomas zur Aufschrift:In omnibus requiem quaesivi etnusquam inveni nisi in een Hoecksken met een Boecks-ken.?) Zu der nämlichen Zeit als der letzte Unterpriordes St. Agnetenbergklosters, eben jener Fr. von Th., mit derLebensbeschreibung seines verewigten Vorgängers und einer1) Fr thol. vita thom. §. 12.2) Vielleicht ist der Kupferstich in Henr. Brewer Biogr. Th. a K.Aquisgr. 1682, darnach angefertigt. Thomas in seiner Ordenstrachtsitzt in seiner Zelle vor einem mit einem herunterhängenden Teppich be-deckten Tisch, den Kopf auf die rechte Hand gestützt, in der linken einengrobkörnigen Rosenkranz haltend. Vor ihm auf dem Tisch liegt ein auf-geschlagenes Buch, auf dessen einer Seite die Worte: In omnibus u. s.w wie oben, auf der anderen: Nisi in u. s. f. zu lesen sind. Dahintenstehn drei Bücher mit den Aufschriften: Biblia, Concord., Breviarium.Ihm gegenüber hängt ein Gemälde den gekreuzigten Heiland und seineMutter Maria, Johannes und Magdalena vorstellend. Von Thomasgehn nach dem Heiland die Worte hin: Hunc solum scio, 1. Cor. 2.Hinter ihm an der Mauer ist ein Wandbrett angebracht. Darauf einPäckchen überschrieben: Varia Manuscripta, ein Biret und ein Leuchtermit einer Kerze. Drunten hängen ſein Pelzkragen und ſein MantelDie Thüre seiner Zelle ist geöffnet und läßt die Aussicht auf eine Land-schaft mit einem Flusse und eine in der Ferne gelegene Stadt frei,