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Nachrichten über Thomas a Kempis : nebst einem Anhange von meistens noch ungedruckten Urkunden
Entstehung
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132netenberg in der Kirche versammelt waren, um in der Stilleihre Gebete zu verrichten, erschienen plötzlich einige Dom-herren aus Utrecht mit einigen der Stadtobern aus Zwollund stellten die fatale Wahl. Der Entschluß war gefaßt.Die Klostergeistlichen schickten sich an zur Abreise. So ge-schah es auch in andern Klöstern, unter anderen zu Windes-heim, wo sogar gegen einige, welche die Kirche nicht gleichverlassen wollten, Gewalt gebraucht wurde.!) Allenthalbenwurden einige Layenbrüder zur Bewachung der Gebäude undGeräthschaften zurückgelassen.?) Zwanzig Brüder, ihren PriorDiethrich von Cleve und den Unterprior Thomas a Kempisan der Spitze nahmen kurz vor Sonnenuntergang am Tagedes h. Barnabas im Jahre 1429 von Kirche und KlosterAbschied und begaben sich nach Hasselt, wo sie von den Nonnen gastfreundlich aufgenommen wurden und übernachteten.Die Stimmung der Bürger war eine verschiedene. Einigehatten mit den Verbannten Mitleiden, andere meinten, esgeschähe ihnen Recht. Des anderen Tages mietheten sie einSchiff und erreichten endlich Friesland, um bei ihren Or-densbrüdern in Lünekerk ihren Aufenthalt zu nehmen, welcherdrei Jahre dauerte.Nach dem Tode Zweders von Culenborg war von sei-ner Parthei Walram von Mörs zum Nachfolger gewähltworden. Obgleich dieser ein Bruder des kölnischen Erzbi-schofs Diethrich war und die Macht von Burgund, von Hol-land und von Geldern für ihn stritt) und das Baseler Con-cilium, so wie der Papst ihn bestätigt hatten und kirchlicheBlitzstrahlen, der eine auf den andern, die Utrechter trafen,hielten diese doch mit fast beispielloser Hartnäckigkeit an Ru-dolf von Diepholt fest. Der vom Papste Eugen IV. dahinabgeschickte Legats) überzeugte sich bald, daß das einzige1) Chr. wind. S. 141 ff.2) Vgl. Chr. s. Agn. Cap. XXVII S. 122.3) Chr. cit. S. 57.4) Die Einzelnheiten des erbitterten Kampfes siehe Wilh. Hedachist ultr. S. 284 ff.5) Aen. Silv. Deser. Eur. C. XXXVI nennt ihn:EpiscopusCosoronensis, qui postea ad Cardinalatus honorem vocatus, Mo-rinensis appellatus est. Die Chroniken von Windesheim (S. 144)und St. Agnetenberg (S. 60) nennen ihnEpiscopus Matisconensiseben so Suffr. Petri S. 153. W. Heda irrt (S. 287), wenn er meint,