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Nachrichten über Thomas a Kempis : nebst einem Anhange von meistens noch ungedruckten Urkunden
Entstehung
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103werth vor.!) Wie es damals häufig der Fall war, hattendie Brüder Kuyt wohl einen älteren Verwandten in jenemStifte, was dadurch wahrscheinlich wird, daß Johann Kuytgleich nach seinem Eintritt in dasselbe,?) als mit derScholastikatswürde bekleidet erscheint, was wohl schwerlich derFall gewesen wäre, wenn nicht ein Anderer auf ihn resig-nirt hätte. Die Resignationen fanden aber meistens zwischenVerwandten oder doch sehr nahe Befreundeten Statt. Nunwissen wir aber, daß Henrich von Kalkar, 3) der Freund undRathgeber Groots bis zum Jahre 1365 ebenfalls Canonicusam genannten Stift war. Mit ihm ist der Amtsvorfahr desJoh. Kuyt im Scholastikate bekannt, vermuthlich auch befreun-det gewesen, und eine auf diesem Wege zu Stande gebrachteEmpfehlung des Johann Hemerken bei Groot wäre durchausnichts Auffallendes. Genug, der Ruf von dem WirkenGroot's und dem blühenden Zustande der Studien in denStädten bei der Zuider⸗See verbreitete ſich in alle benach-barte Länder. Auch im Kölnischen Erzstifte blieb es nichtverborgen. Mehrere nach Höherem strebende Jünglinge ausden dortigen Städten wurden dadurch veranlaßt, sich nachden unteren Niederlanden zu begeben, um hier für ihre wis-senschaftliche Bildung das zu finden, was damals ihre Ge-gend der lernbegierigen Jugend noch nicht bot. Unter denen,die zu dem Ende nach Deventer kamen, befand sich auchJohann Hemerken aus Kempen. Er war geboren im JahreAls er das älterliche Haus verließ, muß sein jünge-1365.4)rer Bruder Thomas noch nicht oder kaum geboren gewesen sein.*) Anno 1403 vixit Joannes Kuit Kempensis Scholasticus cae-sar insulanus et vicarius b. Mar. virg Kemp. filius Petri Kuit ma-trem habens gertrudem, et fratrem Thomam pastorem in Lank,quorum familia tum temporis Kempenae celebris.2) 1402 in der angeführten Urk. wird er nur als Vikarius zuKempen genannt und 1403 bei Wilmius zugleich als Scholastikus zuKayserswerth.) S. Harzheim bibl. Col. S. 18 und oben IV. S. 41.4) Eodem anno scil. 1432 obiit frater Joannes Kempisanno aetatis sexagesimo septimo. Chr. mont s. Agn. C. XXIVS. 615) Im Jahre 1387 war Johann a Kempis schon zum Diacon ge-weiht, was auf vollendete Studien schließen läßt, die damals sieben Jahreauszufüllen pflegten. Gewiß ist es, daß er vor dem Jahr 1384 nachDeventer kam, da er den Ger. Groot noch gekannt hat.