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Nachrichten über Thomas a Kempis : nebst einem Anhange von meistens noch ungedruckten Urkunden
Entstehung
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82den. Campen kommt bei ihm nie anders als Campisvor.!) Es wäre sonderbar, daß Thomas, wo er sich undseinem Bruder Johannes nach ihrem Geburtsort:KempenKempis nennt, darunter Campen verstanden hätte, welcherStadt er stets den Namen Campis gibt. In gleichzeitigenUrkunden, in der Windesheimer Chronik?) u. a. kommt Campennie anders als Campis, oppidum Campense vor. 3) Hinge-gen haben die ältesten Codices der Schriften des Thomasnirgend Th. de Campis sondern überall de Kempis.4) Möchtealles das für jemanden noch nicht hinreichen, um ihn zuüberzeugen, daß der Geburtsort des Thomas a Kempis keinanderer sein kann, als unser Kempen, so wird er doch nachdem, was hier noch folgt, nicht mehr widersprechen können.Thomas selbst, wo er in seiner Chronik des Agnetenbergsvon seiner Ankunft an diesem Orte im Jahre 1399 erzählt,sagt, daß er aus dem Kölnischen Erzstift gebürtig war:Eodem anno ego Thomas Kempis scholaris daventriensisex Dioecesi Colon. natus u. s. w.5) Wo seine Ein-kleidung als Ordensmitglied gemeldet wird, wird zugleichangegeben, daß die Stadt Kempen im Kölner Erzstift seinGeburtsort war. Anno Domini 1406 in die sacramentiquae tunc fuit in profesto Barnabae investiti sunt duofratres clerici et unus conversus frater. Thomas Hemer-ken de Kempis civitate dioecesis Coloniensis ger-1) in III parte sermonum ad novitios, exempl. 3, mulierquaedam Campensis u. s. w. Ne terreamini si audiveritis deCampensibus (vita ger. magni cap. IX §. 1.) Mirabiliter au-getur ecclesia in Campis (ebendas.) Praedicavit in Campis ibid.C. XV. §. 1. (Vgl. Chr. mont. s. Agn. S 36, 37 u. m. a., wo immer der Zusammenhang zeigt daß von Campen die Rede ist.) Wennin der Wind. Chronik, die nicht von Thomas a Kempis ist, ein vonCampen gebürtiger Wilsen a Kempis (S. 40) genannt wird, so ist daswohl nur ein Druck= oder Schreibfehler.2) S 4, 15, 18, 10.3) Lud. Guieciardini de Belgio foederato III. p. 213 ed.Amstelod, Meurs. 1660 nennt die Stadt: Campac.1) Der Kirchheimer Codex vom I 1425 hat:Thomae de Kempiscan, reg. in trajecto. Der Augsburger Codex v. J. 1450paterThomas de Kempis der sogenannte Kaiserliche Codex vom J. 1467Thomas de Kempis. Der Brüsseler Codex, den man für das Originalhält: scriptus manu Thomae de Kempis u. s. w. sich Euseb. Amortscutum Kempense.5) Chr. cit C. VIII S. 29.