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Nachrichten über Thomas a Kempis : nebst einem Anhange von meistens noch ungedruckten Urkunden
Entstehung
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45Hülfsgeistlichen bei genannter Kirche, als denjenigen bezeich-net, der nunmehr statt seiner ihre Leitung übernehmen würdeund dieser ist es, dem Thomas a Kempis seine Bildungverdankt.Ehe wir zu Florentius können übergehen, müssen wirnoch ein wenig bei Groot verweilt haben. Groot hatte diebesten Absichten und war vom heiligsten Eifer beseelt. Dieverkommenen Zustände seiner Umgebung gingen ihm zu Her-zen. Wie ihnen abzuhelfen wäre, war ihm aber nicht rechtklar. Er begriff es, daß sie einer Erneuerung bedurften undwar bereit, alles dafür einzusetzen. Daß das zum Besser-werden führende Mittel einzig und allein im Christenthumzu suchen und zu finden ware, unterlag bei ihm keinemZweifel. Schade nur, daß er das Christenthum einseitigvon seiner stotschen Seite auffaßte. Wenn wir den Nach-richten über ihn Glauben schenken dürfen und sie buchstäblichnehmen, betrachtete er das ehelose Leben, Entäußerung vonzeitlichen Gütern, Selbstverläugnung, Erniedrigung nicht ebenals etwas unter gewissen Umständen zu Empfehlendes oderin besonderen Fällen zur Erreichung gewisser höheren ZweckeNothwendiges, sondern beinahe als allgemeine Pflicht.ausgabe der Quellen=Schriftsteller deutscher Geschichte des Mittelalters.B. b. 1 4 von Büchler, Dümge und Fichart. Frankfurt a. M.18201822. Bb 510 von Pertz, Hannover 18231851 finden sichverschiedene handschriftliche Werke angezeigt, die über Gerard Groot undThomas a Kempis nähern Aufschluß geben können. In der KöniglichenBibliothek zu Brüssel sind mehrere Handschriften aus dem KlosterSt. Agnetenberg bei Zwoll, aus dem St. Hieronymushaus zu Utrechtund von den Brüdern des gemeinsamen Lebens in Wesel (N. 8853 XV.)Vitae Sanctorum von frommen Brüdern in Zwoll auf Pergament ge-schrieben (N. 380). Michael de Riddere de origine Monasterii Winde-sem et de viris illustribus monasterii in Windesem, Handschrift ausdem Rookloster (rubrae vallis) (N. 17421749.) Dort ist auch(N. 58555861) die bekannte Urschrift der Bücher von der Nachfolgevorhanden. Die Königliche Bibliothek zu Hannover bewahrt im SchrankeV. Fach für das 15. Jahrhundert (S. 111119) Epistolae gerardimagni. In der Kaiserlichen Bibliothek zu Wien ist (im RepertoriumSchwandner V N. 85.) ein Pergament=codex aus dem 13. und 14.Jahrhundert, unter andern enthaltend: Extractus privilegiorum Colle-gio in Windesheim concessorum. In der Görres'schen Bibliothek zuCoblenz (N. 118) sind die Briefe des Johann von Schoonhoven zuGroenendael, des Vertheidigers der Ruysbroeck'schen Mystik.1) vita ger. C. XVI. §. 3 und chr. wind. S. 21.