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Nachrichten über Thomas a Kempis : nebst einem Anhange von meistens noch ungedruckten Urkunden
Entstehung
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29war, gelangte das Gotteshaus zu Gladbach vor und nach inden Genuß einer höchst bedeutenden Zehnt=Einnahme. Nach-dem ein Pfarrer zu Kempen, Gottfried mit Namen und viel-leicht schon einige seiner Vorgänger aus den Ordensgeistlichenjenes Klosters genommen waren, wurde demselben die Pfarr-stelle mit allen ihren Einkünften und Gerechtsamen durch denErzbischof Heinrich von Virnenburg einverleibt!). GottfriedsNachfolger, Heinrich von Odenkirchen hatte zwar mit zweiWeltpriestern, die der damalige Pfandherr von Kempen, GrafDietrich Luf von Hülchrath begünstigte, wegen der Pfarrstelleschwere Kämpfe zu bestehen, allein die Abtei Gladbach wußtesich in ihrem Rechte zu behaupten. Heinrich von Odenkirchenhielt sich als Pfarrer. Ebenso waren seine beiden NachfolgerOrdensgeistliche aus Gladbach. Der zweite von diesen, unterwelchem Thomas a Kempis geboren wurde, Johann vonBrühl, ſtand bei dem Erzbiſchof Wilhelm von Gennep inbesonderem Ansehen?). Die Küsterstelle in Kempen war einesehr ansehnliche. Im Jahre 1377 legte ein Ritter (Armiger)Walram von Schmalbroich dieſelbe nieder. Nach dem Todeeines gewissen Johann von Lint begiftigte der Pfarrer mitderselben auf ausdrückliche Empfehlung des Erzbischofs Frie-drich von Saarwerden einen der ersten Bürger aus Kempen,Johann Hundt, den Erbauer der Burgs). Gleich anderenStädten und Städtchen in der Nähe und Ferne⁴) hatte da-mals Kempen auch seine Schule. Bei der Stiftung des St.Catharinenaltars wurde festgesetzt, daß der jeweilige Inhaberam Jahrgedächtnißtage des Stifters dem Pfarrer, den Al-taristen und dem Schullehrers) eine reichliche Mahlzeits1) Urk. v. J. 1320 cod. cit. S. 129.2) Urk. v. J. 1362 in cod. cit. S. 254.3) Urk. v. J. 1391 cod. cit. S. 303.4) Unter den Scheffen in Uerdingen kommt in einer Urkundevom Jahre 1311 ein Henricus Scholmeister vor, in einer vom Jahre1336 derselbe als Henricus rector scholarium. In einer Urkunde vomJahre 1339 finden wir einen Henr. quondam rector Scholarium inUerdingen. In einer Rheinberger Urkunde vom Jahre 1337 überAnkauf eines Hauses an der Stadtmauer für die Abtei Camp erscheintWiricus rector scholarium sacerdos als Zeuge.5) Rectori scholarium.6) largus unius prandii expensas abundanti et fluente vintdabit hilariter.