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Nachrichten über Thomas a Kempis : nebst einem Anhange von meistens noch ungedruckten Urkunden
Entstehung
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23Auf die gewerblichen Verhältnisse Kempens im 14.Jahrhundert müssen wir noch einmal zurückkommen. Es gabhieselbst, wie sich aus Urkunden erweisen läßt, Bäcker, Metz-zer, Krämer, Schmiede, ¹) Zimmerleute,²) Baumeiſter, ³) Holz-schuhmacher,*) Gerber, 5) Webers) und Schneider.?) Esbeſtand hier ſogar eine Wollenweberei.) Das Fleiſchver-zehr⁹) war ſo bedeutend, daß die Fleiſchbank zu einem lan-desherrlichen Mannlehn erhoben wurde, womit ErzbischofWilhelm von Gennep die Stadt belehnte, die dafür einenangesehenen Bürger als Vasallen stellte. 10) Im Jahre 1348nahm die Stadt die vor dem Engerthore gelegene Wind-mühle von dem Erzbischof Walram von Jülich für eine jähr-liche Abgabe von 36 Malter Roggen in Erbpacht.!!) ImJahre 1372 gestattete Erzbischof Friedrich von Saarwerdenauf der Stadtmauer nahe bei dem Ellenthor die noch vor-handene steinerne Thurmmühle zu errichten, weshalb von daan die Erbpachtsabgabe an die erzbischöfliche Kammer auf50 Malder Roggen erhöhet wurde. 12) Schon früher warenmit Bewilligung des Erzbischofs Heinrich von Virnenburginnerhalb der Ringmauern der Stadt zwei Roßmühlen ange-legt worden. 13) Von Bierbrauern konnte keine Rede sein.Das Braurecht (die Grut, fermentum) war ein dem Lan-*) Hermannus de Spilhoven faber ungedr. Urk. 1365. ge-rardus Smedeken ungedr. Urk. 1345.) Hermannus Scutte carpentarius ungedr. Urk. 1342.3) Panthalcon Architector id. 1368.4) Joes Hotschomeker id. 1349. Merkwürdig ist, daß man nir-gend etwas von Schustern entdeckt.5) Helias Cerdo ungedr. Urk. 1341.6) Henr. Weyer ungedr. Urk. 1367. Henricus dictus Wever-heinken ungedr. Urk 1378.Hermanus Voys de borghusen pannicida. Ung. Urk. 1348.8) Wilhelmus Büsken contulit fratribus Scutte hortum, in quosistunt extensoria pannorum laneorum dicta teutonice RamenDipl. anced. 1342. Dergleichen gab es damals auch in Geldern, Goch.und andern Städtchen in der Nähe.9) Macellum.40) Urk. d. Berk 1354 oct. petri ad vinc. B. und M. Cod. dipl.II. S. 240.1) cod. cit. S 218.12) cod. cit. S. 281.13) Urk. d. Gudensberg 1330 sabb. p. om. Sanct. I. c.S. 150.