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Nachrichten über Thomas a Kempis : nebst einem Anhange von meistens noch ungedruckten Urkunden
Entstehung
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einen verdrießlichen Zwist mit der Stadt Köln, der es zurFolge hatte, daß die Bürgerschaft mit dem kirchlichen Inter-dicte belegt wurde. Nachdem er das kurkölnische Gebiet mitder Grafschaft Arensberg vermehrt hatte, lenkte er die Auf-merksamkeit der Kölner Domherren auf einen der ihrigen,seinen jungen Neffen Friedrich von Saarwerden, der sich da-mals auf der Universität zu Bologna befand und brachte esdahin, daß dieser (1370) zum Erzbischof von Köln gewähltwurde. Obgleich nun Karl IV. dies ungnädig aufnahm undlieber gesehen hätte, daß die Stimmen auf einen seinerVerwandten, den Johann, Biſchof von Strasburg gefallenwären; so hielt dies doch Friedrich nicht ab, zu dem sichdamals in Rom aufhaltenden Papst Urban V. zu eilen undvon ihm seine Bestätigung und die bischöfliche Weihe zu em-pfangen. Seine erste Sorge war, einen alten Streit zwi-schen der Kölner Geistlichkeit und Bürgerschaft zu schlichtenund zu dem Ende erwirkte er vom Papste die Aufhebungdes Interdictes, das noch immer auf letzterer lastete. ImJahre 1372 auf St. Albans⸗Tag hielt er ſeinen feierlichenEinzug in die Metropole. Seine Bemühungen, um die Aus-söhnung der Geistlichkeit und der Bürgerschaft Kölns dauer-haft zu machen, waren vergeblich. Vier Jahre nach seinerBeſitznahme des erzbiſchöflichen Stuhls wohnte er dem Kur-fürstentag zu Rhense bei, auf welchem Wenzel, Karls desIV. Sohn, zum römischen König erwählt wurde. Nachdemdieser in Frankfurt als solcher feierlich ausgerufen war, führteFriedrich ihn mit sich den Rhein herunter nach Bonn. NachKöln konnte er ihn nicht bringen, weil die Bürger das Fluß-bett mit Pfählen verrammelt hatten, um den Besuch abzu-wehren. In Aachen wurde Wenzel von Friedrich gesalbtund gekrönt. Bei dieser Gelegenheit kam auch wieder dieAussöhnung mit der Stadt Köln zur Sprache. Es gelangendlich dem Erzbischof Cuno von Trier, der noch immer alsder gute Schutzgeist des Kölner Erzstifts galt, sie zu Standezu bringen. Allein kaum war der Vertrag (16. Febr. 1377unterzeichnet, so wurde er schon gleich wieder gebrochen. Fastzu gleicher Zeit wagten die Kölner ein neues frevelhaftesSpiel. Unter dem Vorwand die Abtei Deutz könnte zueinem Bollwerk gegen sie umgeschaffen werden und ihre Frei-heit gefährden, setzten sie über den Rhein, überfielen unver-