48verdankt ihren Ursprung einer Ur=Ursache, die nicht mehr abhän-gig ist, sondern abhängig macht.Sie stellt das absolute dar,das selbstständige, pure Sein, das Bestimmende aber selbst Unbe-stimmte, das Dasein Spendende — nicht Dasein Empfangende.Es ist also nicht wahr, daß man, für die Welt einen Gott an-Fürwärtigenehmend, auf dem betretenen Wege weiter gehend, für die Gott-heit wiederum einen Gott denken müsse, der sie gemacht. AllerumEndlichkeit Grund ist das Unendliche, dieses aber mächtig und1 1reich genug, um keiner weitern Unterstützung zu bedürfen.In dem göttlichen Prinzip ruhen unsere Forschungen vonihrem Tagewerk aus, und die Tugend blickt zu ihm empor wie2 mrhozu ihrem Leitstern, ihrem Beschützer und Freund. Unsere Gedan-in suplierken knieen ermüdet nieder am Altare einer innigen, unmittelba-###ren Ueberzeugung, um durch die Anbetung des Unendlichen ge-###kräftigt, mit frischem Muthe ihre Wanderungen fortzusetzen. Das# und esSittlichkeitsgefühl, die Stimme der Pflicht stellt ihre Zeiger nachningender großen Sonnenuhr des Weltalls und sendet ihre Entsagun-einzeln angen wie Opferwolken empor. Ohne diesen Gotteskultus unserer###ch daVernunft und unseres Herzens sinkt der Menschenwerth unter dieGemeinheit des Kothes hinab; ohne ihn wäre kein Unterschiedzwischen gut und bös, zwischen Tugend und Laster.Es ist ein Gott! Der Tugend verbürgendes LebenVerkündet ihn; sie wäre nicht, wäre kein Gott.Ihr ist das Wort der köstlichsten Weihe gegebenSie spricht es aus: Es ist ein Gott!Sie zeuget laut, sie ruft es hinaus in die Ferne,Hinaus in die mit Welten umblühete Flur;Es ist ein Gott! antworten die glühenden SterneDurch das Gewölbe der Natur.Der sinnende Geist, der innerste, seligste FriedeVertrauet dem Hain das hohe Geheimniß von GottUnd leise spricht im flötenden NachtigallliedeDer Hain es nach; Es ist ein Gott!Der Erde Druck, die heiligen Uebel des LebensErhöhen den Geist, erheben die Seele zu Gott;Die Tugend kämpft und fordert den Sieg nicht vergebens,Sie triumphirt: Es ist ein Gott!
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