18. Der Unterricht im Turnen.
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II. Einübung des Neueingeführten.
a. Kommando und Takt des Lehrers.
b. „ „ ,, der Kinder.III. Anwendung des Neugeübten.
b. Lehrproben für die Unterstufe.
(Erste Übungen.)
1. Aufstellung nach der Gröfse. Grundstellung.(Die Kinder haben sieh in der Turnhalle versammelt. Von vornhereinsind sie daran zu gewöhnen, dieselbe als Dnterrichtslokal zu betrachten undnicht als Tummelplatz. Es ist ihnen also alles Sprechen in derselben zuuntersagen, besonders aber die Berührung der Geräte.) Wer von quch istdergröfste? Stelle du dich hierher! Wer folgt in der Gröfse? (Die Kinderwerden das meistens wissen; wo nicht, mögen sie ihr Augenmafs ausbilden,indem sie den gesuchten Schüler bezeichnen.) Stelle dich links neben daserste Kind! (So fort bis zur Aufstellung aller. Der kleinste Schüler schliefstdie Reihe nach links, steht auf dem linken Flügel.) — Fahrt nicht mit denHänden umher, soBdern lafst dieselben ruhig am Körper herabhängen! Stellteuch so, dafs eure Arme die eurer Mitschüler leicht berühren! Nehmtden Kopf in die Höhe; haltet ihn ruhig, und seht gerade aus! Die eineSchulter darf nicht höher liegen als die andere. Bringt eure Schultern indie richtige Lage! Einige von euch haben die Brust eingedrückt. Brustheraus (zeigen)! Die Beine dürfen nicht nach vorn gewinkelt werden; dieKnieen sind nach hinten zu drücken. Die Füfse müssen so gestellt werden,dafs die Fersen nahe beieinander stehen oder geschlossen sind. Die Fufs-spitzen werden ziemlich weit voneinander entfernt; seht so! Bringt eure Füfsein diese Stellung! Was.habe ich über die Haltung der Anne gesagt? Wasüber die des Kopfes ? Über die der Schultern, der Brust. der Beine, derFüfse? Merkt euch, wie ihr stehen müfst! — Wenn ich jetzt sage: „Rührt— euch!" so stellt ihr euch bequem -hin. Also: Rührt — euch! Die Stel-lung, welche ihr eben einnähmet, nennt man die „Grundstellung," weil ihr siezuerst einnehmen lernt und weil man von ihr zu den übrigen Stellungen fort-schreitet. Wie heifst die Stellung? Warum?.Die Grundstellung habt ihr ein-zunehmen auf den Befehl: „Steht — fest!" Überlegt euch, wie ihr in derGrundstellung stehen müfst! Also: Steht — fest! (Berichtigung, wo es nötigist.) Rührt - euch (der eine Fufs wird dabei etwas vorgestellt)! Steht —fest! Rührt euch! etc.
2. Die Stirnreihe.Steht fest! In dieser Aufstellung bildet ihr eine Reihe. Dieselbe nenntman die „Stirnreihe," weil ihr mir eure Stirnen zukehrt. Wie heifst dieReihe? Warum? Der gröfste Schüler bildet den „rechten Flügel" der Reihe,den, der euch zur rechten Seite liegt, die kleinste den „linken Flügel", den,der euch zur linken Seite liegt. Seht nach dem rechten Flügel! Seht nachdem linken! Seht gerade aus! Rührt — euch! — Merke sich jetzt jeder denPlatz, an welchem er steht, vor allem seine Nebenschüler. Wo stehst du?Wo du? Auf den Befehl: „Löst die Reihe auf — geht!" verlafst ihr eurenPlatz und geht umher, wo es euch beliebt! Also: Löst die Reihe auf — geht!Auf den Befehl: ,.In Stirnreihe stellt euch auf — geht!" nehmt ihr eurenPlatz in der Reihe wieder ein. Also: In Stirnreihe stellt euch auf — geht!(Wiederholen.) Sage ich in den Befehlen statt des Wortes „geht" — „lauft,"so habt ihr die Bewegungen laufend auszuführen. Löst die Reihe auf —lauft! In Stirnreihe stellt euch auf — lauft! (Wiederholen.) — Eine solcheReihe mufs aber eine hübsche gerade Linie bilden, nicht eine krumme, wiejetzt bei euch. Wenn ihr wissen wollt, ob ihr richtig steht, so müfst ihr allenach dem rechten Flügel sehen, aber ohne den Kopf zu bewegen. Bemerkt