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10. Der Unterricht in der Weltgeschichte.
III. Lesen des entsprechenden Stückes im Lesebuchc. Vergleichen
der Disposition desselben mit der bei der Betrachtung auf-gestellten.
IV. Mündliche und schriftliche Zusammenfassung des Behandelten.
b. Lehrprobe für die Mittelstufe.
Karl der Greifte.A. Vorbereitung : —B. Unterricht.
I. Einleitung.
Wiederholung: Wann war der dreifsigjäbrige Krieg? Wie hiefs dieKaiserin von Osterreich, gegen welche Friedrich d. Gr. die schlesischen Kriegeführte? Wann wurde Luther geboren? Wer hat Amerika entdeckt? Wann?Von wem haben wir zuletzt geredet? Wann kam Heinrich I. zur Regierung?Was wifst ihr sonst von Heinrich I. zu erzählen? Aus welchem Fürsten-geschlecht« war Heinrich I. ? Der wievielte König aus diesem Hause war er? —
Überleitung: Vor ihm regierte ein König aus einem andern deutschenStamme, aus dem der Franken. Dieser war auf den Thron gekommen, als imJahre 911 n. Chr. das berühmte Haus der Karolinger ausgestorben war.Warum dies Geschlecht so hiefs, sollt ihr später erfahren. Von dem gröfstenHerrscher aus den Karolingern, von dem Manne, der nicht nur über Deutsch-land, sondern auch über viele andere Lander (zeigen) regierte, wollen wirheute reden, nämlich von Karl dem Grofsen.
II. Behandlung.
1. Grundlegung: (fällt hier weg).
2. Betrachtung: Von wem soll die Rede sein? (An die Tafel alsÜberschrift: Karl der Große.) Hört aufmerksam zu, was ich euch überdiesen grofsen Mann erzählen werde! a. Karl der Grofse beherrschte von768—814 (an die Tafel) das grofse Frankenreich, das nach und nach seineGrenzen über das heutige Frankreich, Deutschland bis zur Elbe, Hollandund die Schweiz, einen Teil von Italien, Spanien und Ungarn (zeigen) aus-dehnte. Karl hat selber 42 Feldzüge mitgemacht und war mit unbegreiflicherSchnelligkeit überall da, wo sein mächtiger Arm zum Schutze seinesReiches nötig war. Mit wenigen Ausnahmen siegte er überall — Karl warein echt deutscher Mann, mal's sieben seiner eigenen Fufslängen, und seineGestalt war von hoher Würde. Seine überaus lebendigen Augen leuchtetendem Freunde und dein Hilfeflehenden freundlich, dem Feinde aber furchtbar.,Er war der beste Fechter und Schwimmer unter seinen Franken, im Essenund Trinken nüchtern. In seiner Lebens weise war er ein schlichter Mannund ging einfach einher, wie die übrigen seines Volkes. Er trug ein leinenWams und ebensolche Beinkleider, einen Rock von einheimischem Tuch, mitseidenen Streifen besetzt, Sohuhe, die mit verschiedenfarbigen Bändern andie Füfse befestigt waren, und bisweilen einen kurzen, weifsen und grünenMantel. Aber stets hing ihm ein grofses Schwert mit goldenem Wehrgehängan der Seite. Nur an Reichstagen und hohen Festen erschien er in vollerMajestät mit einer goldenen, von Diamanten strahlenden Krone auf seinemHaupte, angethan mit einem lang herabwallenden Talare, der mit goldenenBienen wie übersäet war. (Vorzeigen des Bildes.) Sonst hafste er aus-ländische Kleidung etc. etc. — b. Wovon ist zuerst die Rede gewesen ? Waswifst ihr davon? etc. etc.
3. Lesen: —
4. Zusammenfassung:
III. Schiurs:' —
C. Beurteilung: —