2 1. Der Unterricht im allgemeinen.
2. Die Behandlung des Neuen.
a. Gebiet des Wissens.
aa. Grundlegung zur Betrachtung. (Sie sucht alleSchwierigkeiten wegzuräumen, wekhe sich dem un-gestörten Verlaufe der Betrachtung des Neuen etwain den Weg stellen könnten. Zu hüten hat sie sichdavor, dem Interesse der Kinder am weiteren Unter-richte zu schaden.)
bb. Betrachtung des Neuen. (Dieselbe geht unter Be-achtung einer bestimmten Disposition des Stoffes vorsich, welche natürlich je nach dem Stoffe verschieden ist.)
cc. Lesen des entsprechenden Stückes im Lesebuche.(Es soll zur Belebung, Befestigung und Ergänzung desBetrachteten dienen; die Disposition des Lesestückeswird mit der bei der Betrachtung aufgestellten ver-glichen.)
dd. Zusammenfassung des Behandelten. (Sie geschiehtteils mündlich, teils schriftlich; als Leitfaden dientdie Disposition der Stoffbetrachtung.)
b. Gebiet des Könnens.
aa, Einführung in das Neue. (Sie geschieht durchausanschaulich und geht, soweit es sich um die technischenFertigkeiten handelt, unter Takt vor sich.)
bb. Einübung des Neueingeführten. (Bei ihr fällt mitAusnahme des Turnens und Singens der Takt weg;doch wird sie an demselben Gegenstande der Be-schäftigung getrieben.)
cc. Anwendung des Neugeübten. (Dieselbe zeigt, wiedie erworbene Fertigkeit im Leben nutzbar gemachtwird.)
3. Der Schlufs. (Er besteht erstens in einer kurzen Über-sicht über das Dagewesene, zweitens in einem Hinweise aufdas, was für die nächste Unterrichtsstunde zur Behandlungvorliegt.)
III. Die Beurteilung der Unterrichtsstunde inbezug auf
1. den Unterrichtsstoff (Der Lehrer fragt sich, ob das zurBehandlung vorbereitete Material bewältigt worden ist odernicht. Im letzteren Falle überlegt er sich die Gründe dieserErscheinung und sucht die Erfahrung künftighin zu benutzen),
2. die Unterrichts weise (Hier legt sich der Lehrer dieFrage vor: „Hast du den vorbereiteten Stoff in der richtigenWeise behandelt?" und verhält sich im übrigen wie bei III, 1).