Die melanesischen Sprachen.
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2) Fidschi me, Annat. imi, Tana ma, m, Duauru mo, Bauro he.
3) Errom. tu, Tana tu, te, Mare du, Duauru to, Bauro tana.
4) Fidschi kei, Duauru kei, ko, Lifu ko.
5) Fidschi vei, Annat. vai.
6) Annat. ira, Errom. ra, Mare ri.
7) Mare nei, ne, Lifu nei, nine, Bauro eni, Guadalc. enia.
IIII. Schluss.
§ 532. Wir stehn am Schluss. Versuchen wir es, das Ergebnissder vorstehenden Untersuchungen in wenige Sätze zusammenzufassen:
Es ist erwiesen, dass die melanesischen Sprachen zu Einem Stammgehören, so sehr sie auch, besonders in Beziehung auf den Sprachstoff,untereinander abweichen. Diese Mannigfaltigkeit mag ihren Grund habenin der Isolirung, in welcher die melanesischen Volksstämme leben, unddie es bewirkt, dass sogar auf einer einzigen kleinen Insel, wie Tana*),mehrere Völkerschaften mit ganz verschiedenen Sprachen neben einan-der fortleben. Die Melanesier sind keine so geübten Schiffer und See-leute , wie die Polynesier, die auf ihren Canots oft weite Seereisen ma-chen und den Verkehr zwischen den verschiedenen Inselgruppen wahr-scheinlich stets aufrechterhalten haben; dem wechselseitigen friedlichenVerkehr der Melanesier steht dagegen der Kannibalismus entgegen, demsie Alle, oder doch fast Alle, ergeben sind. Darf es da Wunder nehmen,dass wir sie in eine Menge kleiner Volksstämme mit verschiedenen Spra-chen zerklüftet finden, anstatt dass bei den Polynesiern trotz des weitenRaums, über den sie zerstreut sind, auch für den oberflächlichen Beob-achter die Gemeinschaftlichkeit des Stamms und der Sprache zu Tageliegt?
§ 533. Neben diesem auffallenden Unterschied zwischen den me-lanesischen und polynesischen Sprachen giebt es aber, wie wir gesehnhaben, doch auch viele Berührungspunkte. Ist der Grund davon in einerspäteren Vermischung beider Stämme oder Uebertragung von dem einenauf den anderen zu suchen, oder beruht er auf einer Urverwandtschaft?Das sind Fragen, die ich mit Bestimmtheit zu beantworten mir nicht
*) Auch auf dem benachbarten Fate sollen nach Gordon zwei verschiedne Spra-chen herrschen, deren eine östlicher (polynesischer) Abkunft ist.