Die melanesischen Sprachen.
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§ 8. Werden wir aber auch voraussichtlich noch längere Zeit war-ten müssen, ehe uns die genügenden Hülfsmiltel für Classificirung allerjener Sprachen zu Gebote stehn, so kann doch schon die nähere Kennt-niss einigef derselben ein Licht verbreiten, dessen Reflex auch auf dasVerhältniss der übrigen unter sich oder mit anderen Sprachstämmen sicherstreckt, und es würde nicht gerechtfertigt sein, wenn man die Mate-rialien zur Kenntniss derselben, welche bis jetzt zugänglich gewordensind, unbenutzt bei Seite liegen lassen wollte, weil sie nicht hinreichendsind, um vollständigen Aufschluss über das Verhalten aller jener Spra-chen unter sich und zu anderen zu gewähren.
Solche Materialien finden wir aber in den von englischen Missio-nären in den letzten Jahrzehnten herausgegebenen Schriften, die, wennsie auch zunächst nur dem ersten Unterricht der Eingebornen dienensollen und sich daher auf ABG-Bücher, Katechismen, Gebetbücher undBruchstücke der heil. Schrift beschränken, mehr oder minder auch zusprachlichen Untersuchungen geeignet sind und die sich auf den gröss-ten Theil des östlichen Melanesiens beziehen, indem sie Schriften in denSprachen der Fidschi-Inseln , der Neu-Hebriden, Loyalty-Inseln, Neu-Caledoniens und der Salomonsinseln umfassen.
Durch günstige Umstände, vorzüglich durch die Güte des HerrnE. Norris in London ist mir eine Anzahl solcher Schriften zugänglichgeworden, welche ich den nachstehenden Untersuchungen zu Grundelege.
II.
DIE FIDSCHI-SPRACHE.
I. Einleitung'.
§ 9. Zum Ausgangspunkt wähle ich die Fidschi-Sprache, nichtnur weil diese die einzige bisher grammatisch und lexikalisch bearbeiteteist, sondern vorzüglich deshalb, weil sie gewissermassen den Uebergangvon den polynesischen zu den melanesischen Sprachen bildet. Denndasselbe Verhältniss, welches die Fidschi-Insulaner als eine Mischlings-race zwischen den braunen und schwarzen Südseevölkern erscheinenlässt, ist auch in ihrer Sprache bemerkbar, deren Hauptbestandtheil