EINLEITUNG.
§1. Die Welt zahlloser Inseln, welche über die Südsee nördlichund östlich von dem australischen Continent verstreut sind, war bis vorKurzem nur zum kleinsten Theil näher bekannt. Namentlich erstrecktesich unsere Kenntniss mehr auf die östlich gelegenen Inseln, das eigent-liche Polynesien, als auf die westlich und nördlich ausgebreiteten Grup-pen, die man unter den Sammelnamen von Melanesien und Mikronesienbegreift. Das rege Verkehrsleben aber, welches sich neuerdings, beson-ders in Folge der Entdeckung der kalifornischen Goldlager, in der Südseezu entfalten beginnt, muss auch für die Erweiterung unserer Kenntnisseihrer geographischen und ethnographischen Verhältnisse von günstigerWirkung sein.
In der That haben englische und amerikanische Missionsgesell-schaften auch in den letzten zwei Decennien eine grosse Thätigkeit ent-wickelt, um ihre Sendboten als Pioniere der Civilisation auf die ver-schiedenen Inselgruppen, welche die Südsee beleben, auszuschicken,und es kann nicht fehlen, dass dieselben über jene Inseln, ihre Bewohnerund deren Sprachen genauere Kunde erlangt und den Anstalten, vondenen sie ausgesendet worden, mitgetheilt haben. Liegt nun auch För-derung der Wissenschaft, namentlich der Sprachwissenschaft, zunächstnicht in dem Zweck solcher Anstalten, ja versäumen sie es sogar oft fastgeflissentlich, die ihnen in dieser Hinsicht zu Gebote stehenden Hülfs-mittel den Männern der Wissenschaft zugänglich zu machen, so sorgtdoch zuweilen ein günstiger Zufall dafür, dass dieses Material auch zuanderen als Missionszwecken nutzbar gemacht werden kann.
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Abhamll. tl. K. S. Ges. d. Wiss. VIII.