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H. C. VON DER GABELENTZ,
hier wieder die Verwandtschaft mit dem Polynesischen, wo ai, hai, waifür wer? ha, aha (mit dem Artikel koeha) für was? steht.
§ 526. Das Verbum ist wie das Nomen in allen melanesischenSprachen flexionslos und hat meistens nur sehr unvollkommene Mittel,Tempus und Modus auszudrücken. In den meisten dieser Sprachen ge-schieht dies durch Partikeln, welche dem Verbum vorangestellt werden;nur im Tana und Erromango sind daraus wirkliche Präfixe geworden,wogegen sie im Annatom mit dem Pronomen zu eigenthiimlichen For-men zusammenschmelzen. Trotz des Schwankenden in dem Gebrauchdieser Partikeln ergeben sich aber doch manche Punkte der Ueberein-stimmung zwischen den verschiedenen Sprachen unter sich und mit demPolynesischen:
1) Im Fidschi bezeichnet (wie im Samoanischen) sa das Tempushist.; damit halte ich das -s identisch, das im Annatom die Pronominal-formen für das Präteritum begleitet, und im Mard scheint chi, die Partikeldes Präsens, ebenfalls damit übereinzustimmen.
2) Eine der verbreitetsten Partikeln ist na, das im Mare, Lifu undBauro wie im Tonga und Samoanischen gleichmässig zur Bezeichnungdes Präteritum gebraucht wird, im Fidschi dagegen das Futurum aus-drückt. Ra im Guadalc. halte ich für eine Nebenform davon.
3) Im Fidschi dient als Partikel des Präteritum a , ka, womit Marea, ha zu vergleichen ist. Auch im Errom. ist das Präfix k dem Präteri-tum eigentümlich.
§ 527. Die vorstehenden drei Partikeln dienen zum Ausdruck desTempus; hinsichtlich des Modus ist zu bemerken, dass der Indicativund Imperativ eines besonderen Zeichens nicht bedürfen, dass aber diemeisten der melanesischen Sprachen das Verhältniss der Abhängigkeit,welches wir durch den Conjunctiv oder Infinitiv ausdrücken, durch Par-tikeln andeuten. Dass der Begriff des Conjunctiv dann zuweilen in dendes Sollens oder Werdens übergeht, dieselbe Partikel also auch zur Be-zeichnung des Imperativ oder Futurum verwendet wird, darf hierbeinicht irren und hat seine Analogie in vielen anderen Sprachen. Es kom-men hier folgende Partikeln in Betracht:
1) Fidschi me, mo, dem Errom. me, Duauru mo am nächsten steht.Im Annat. stelle ich die Optativform mu an die Seite, von der das Futu-rum pu vielleicht nur eine Nebenform ist. Tana ma scheint nicht hierherzu gehören.