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[1] (1860)
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259
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Die melanesischen Sprachen.

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Tana und Mallikolo. Im Mare vermuthe ich ihn in der Pluralform enint,pmint, welche in ihrer Endung an das Zahlwort drei: Uni , und an dieTrialform dratin im Mallikolo erinnert. Möglich, dass im Mare, sowieauch im Fidschi, die eigentliche Bedeutung des Trialis bereits verlorengegangen ist. Ob die übrigen melanesischen Sprachen einen solchenNumerus haben, ist ungewiss; jedenfalls ist er bisher nirgends anders,als bei dieser Sprachfamilie, aufgefunden worden*).

2) Wenn es fraglich ist, ob der Trialis allen melanesischen Spra-chen gemein ist, so wallet dagegen kein Zweifel darüber ob, dass alle(nur das Duauru vielleicht ausgenommen) in der Mehrzahl der erstenPerson den Unterschied zwischen inclusivus und exciusivus machen,wie er sich in den malaiisch-polynesischen, aber auch in vielen anderengänzlich stammverschiedenen Sprachen vorfindet.

§ 522. Aber nicht nur nach diesen beiden Gesichtspunkten, sondernauch in den Formen, welche die Pron. Pers. haben, sind mit wenigenAusnahmen die melanesischen Sprachen unter sich sowohl als mitden polynesischen nahe verwandt, wie folgende Uebersicht zeigen wird :

1 Pers. Sing. Polynes., Fidschi kau, au, Errom., Tana um, Mallik.,Bauro, Guadalc. inau, Mare inu, Lifu ini, Duauru inggo, Annat. ainyak.

Plur. incl. Fidschi heda, Tana ketaha, Errom. kos, Annat. caija,Mare eije; auch Duauru ke, Bauro gau, Guadalc. ikoru schüesst sich an,nur Mallik. ira-tovatz zeigt einen anderen Stamm, der mit dem Zahlwortvier zusammengesetzt ist (§295.1.). Das polynes. latou liegt etwas fer-ner, wogegen das mal. kita sich auffallend den melanesischen Formennähert.

Plur. excl. Fidschi keimami, Annat. cama, Errom. kam, Tana ka -maha steht dem Inclus, in der Form ebenso gegenüber, wie im Polynes.

*) Allerdings ist der polynesiscbe Plural der Form nach ein Trialis, insofern erdurch Suffigirung des Zahlworts drei [tou für tolu, toru ) gebildet wird; allein er unter-scheidet sich dadurch wesentlich von dem melanesischen Trialis, dass er nirgends inseiner Bedeutung auf die Dreizahl beschränkt, ihm auch nirgends eine andere Plural-form an die Seite gegeben ist. Dass aber im Dajak, wie Hardeland (Versuch einerGrammatik der dajackschen Sprache S. 99) will, ein Trialis sein soll, ist gänzlich un-gegründet, und beschränkt sich darauf, dass man dort, wenn von Dreien die Rede ist,das Zahlwort gewöhnlich hinzufügen soll: wir drei, ihr drei u. s. w. Ein solcher Ge-brauch begründet noch keinen Trialis, auch wenn er allgemein wäre, dies ist er aberkeineswegs, wenigstens finde ich in der von Hardeland selbst herausgegebenen Bibel-übersetzung (z. B. Gen. I8, 4. 5., Mc. 16, 1 ff., Luc. 24, 28.) keine Spur davon.

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