Die melanesischen Sprachen.
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vaka, faka u. s. w., das in allen übrigen Sprachen nur als Präfix auftritt,allein im Fidschi als selbständiges Wort vorkommt, hier auch als Suffixund überhaupt so häufig gebraucht wird, dass man kaum drei Zeilenlesen kann, ohne ihm in der einen oder anderen Form zu begegnen. Istalso an eine Entlehnung aus Einer Sprache in die übrigen zu denken,so scheint mir der Ursprung im Fidschi vaka zu suchen zu sein, vonwelchem aus das faka der benachbarten Tonga-Inseln den Uebergangzu dem fa’a der Samoa-Inseln, aka der Hervey-Inseln u. s. w. ver-mittelt.
2) Ein anderes der Form und Bedeutung nach charakteristischesPräfix ist Fidschi vei, das den Worten eine collective Bedeutung verleihtund daher das Verbum zum Reciprocuin macht, beim Substantivum aberdazu dient, eine Mehrheit oder Gesammtheit auszudrücken und in ge-wissen Fällen den Mangel einer Pluralform zu ersetzen. In den meistenmelanesischen Sprachen scheint dies Präfix verloren gegangen zu sein,doch findet es sich noch im Duauru, wo es als va, ganz wie im Fidschi,zur Bildung von Collectivsubstantiven dient (§ 407. b.).
§ 514. Unter den Suffixen sind hervorzuheben solche, die demVerbum eine transitive Bedeutung verleihen. Mit ihnen ist besondersdas Fidschi reich ausgeslattet (§ 1 8.), doch sind sie auch anderen mela-nesischen Sprachen nicht fremd. Vergleichen lässt sich Fidschi na mitMare ne, ni (§306.), Lifu ne (§395.) — Fidschi ra mit Duauru re (§ 408.)— Fidschi ka mit Marejo (§ 306.) — Fidschi ta, taka mit Bauro tenaf§ 452.) — Fidschi ya mit Annat. ai, Guadalc. ea, ia (§ 482.) — viel-leicht auch Fidschi ga mit Annat. g (§ 128.), Duauru gae (§ 408.).
Andere Suffixe, besonders solche, welche am Verbum die Richtungaufwärts oder abwärts anzeigen, werden passender da, wo von denOrtsadverbien die Rede ist (§ 529.) ihren Platz finden.
III. Formenlehre.
§ 51 5. Die Substantiva haben in den meisten melanesischen Spra-chen einen Artikel, der verschieden ist, je nachdem er vor einemNom.propr. oder vor einem Nom. comm. steht. Die Form des ersteren ist imFidschi ko, o, dem Mare ke, kei, vielleicht auch Annat. a, Bauro, Gua-dalc. ia entspricht. Die ursprüngliche Form des zweiten Artikels zeich-net sich durch ein n aus: Fidschi na ( a), Annat., Tana in, n, Errom. n,