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[1] (1860)
Entstehung
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H. C. VON DEli GaBEI.ENTZ,

schädlich sind, während im Bauro ng, im Guadalc. p als dreizehnterLaut hinzutritt. Doch sind die mir vorliegenden Proben beider Sprachenso wenig umfänglich, dass die Möglichkeit eines grösseren Reichthumsan Consonanten bei beiden nicht ausgeschlossen ist. Alle übrigen inFrage kommenden Sprachen haben 1 4 und mehr Consonanten.

II. Wortbildung.

§512. In den Gesetzen der Wortbildung findet eine unleugbareUebereinstimmung der melanesischen Sprachen sowohl unter sich alsmit dem Polynesischen statt; sie lassen sich auf folgende zurückführen:

1) die Wurzeln oder Wortstämme sind theils ein- theils mehr-sylbig;

2) die Weiterbildung erfolgt durch Präfixe, Suffixe, Zusammen-setzung und Verdoppelung.

Letztere beide Arten der Wortbildung, Zusammensetzung undVerdoppelung, mögen hier nicht weiter in Betracht kommen, dagegenverdienen die Präfixe und Suffixe Beachtung.

§ 513. Unter den Präfixen sind viele, die theils wegen der Un-bestimmtheit ihrer Bedeutung theils aus Mangel an einer charakteristi-schen Form sich wenig zu sprachvergleichenden Untersuchungen eignen,wie Fidschi ha, ra, ta, Annat. a, e, u, at, Mare e, ji, re, na, Duauru do,he, nga u. s. w. Ich hebe daher nur zwei als bemerkenswert!! hervor:

1) In allen polynesischen Sprachen findet sich ein Präfix zu Bil-dung causativer oder transitiver Verba, dessen ursprüngliche Form fakazu sein scheint, das aber auch in den Formen faa, waka, aha, haha, haaje nach der Verschiedenheit des Dialekts auflritt. Dasselbe Präfix lässtsich auch in den meisten melanesischen Sprachen nachweisen: Fidschivaha, Duauru ve, vei, Guadalc., Bauro haa, ha, Mare, Lifu a. Im Anna-tom entspricht ihm aua, obwohl das regelmässige causative Präfix imiist, wofür Errom. oro hat. Im Tana habe ich nichts Entsprechendesgefunden.

Es fragt sich, ist diese den polynesischen und melanesischen Spra-chen gemeinsame Form ein Beweis ihres gemeinsamen Ursprungs, oder,falls eine Entlehnung stattgefunden hat, welcher Sprache ist der Ursprungzuzusprechen? Ohne den ersten Theil der Frage geradezu verneinen zuwollen, halteich doch den Umstand der Beachtung werth, dass dies