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[1] (1860)
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Die melanesisci-ien Sprachen.

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doana ta mo ta hängt an einander mit wahrer Liebe gleich der Liebe derBrüder, auf dass Einer den Andern ehre. Gal. 5, 26. nowi doana ke moteko gu re, mo vepuru ta mo la, mo nue aie ta mo ta wir wollen uns nichterheben und nicht herrisch sein, dass wir einander zürnen und einanderhassen. Mt. 7, 12. ngo niare ta i ta unie, mo ngo ne tenakae iene was ihrwünscht Einer von dem Andern, thut ihr ihnen ebenso.

§ 420. Demonstrativa sind ka dieser, ni ro jener, derselbe;auch werden die Partikeln aeka hier, jelzt, te dort, da, anstatt der De-monstrativa gebraucht.

Interrogativa sind jie wer, ije (st. jie?) was, de, te, te kai wel-ches, was; auch vertritt das demonstrative ka zuweilen die Stelle, wieLuc. 6, 9. ka ko ue i ni anaru, to toa ungae pe to ioa ni pe to veomoro peto ie was ist zu thun am heiligen Tage, zu sorgen oder zu vernachlässi-gen (?), leben zu machen oder zu tödten? 10, 26. ka ko jiunga i vi ve-naere was ist geschrieben im Wort des Gesetzes?

Ein Relativum fehlt. Indefinita sind: ta unie Jemand, ta, kaietwas.

§ 421. Das Verbum ist imDuauru am wenigsten entwickelt. Ab-gesehn davon, dass es, wie in allen polynesischen und melanesischenSprachen, gänzlich flexionslos ist und nach Person, Numerus, Tempusund Modus unverändert bleibt, so fehlen ihm auch fast alle Partikeln,welche in verwandten Sprachen dazu dienen, den Mangel der Formenzu ersetzen. Nur die Person wird durch ein vorgesetztes Pron. Pers.ausgedrückt, zur Unterscheidung der Tempora fehlt es aber an jedemMittel: inggo ve heisst je nach dem Zusammenhang: ich gehe, ich gingoder ich werde gehn, ngo ve du gehst, du gingst oder du wirst gehnu. s. w.

§ 422. Auch der Imperativ wird durch das blosse Verbum mitVorgesetztem Pron. Pers. ausgedrückt: inggu ve geh, inggu na ru stehauf, ni pite er verlasse, ke ve lasst uns gehn, ne vano sie mögen gebenu. s. w. Auch kann in der 2 Pers. das Pronomen wegbleiben, wie Luc.6, 24. na ru, vi ru ko mi e ngo mo ve steh auf, heb dein Lager auf undgeh. Mth. 26, 41. vedogu mo viare, mo ngo nowi itu ta wachet und betet,damit ihr nicht etwas findet (damit euch nicht etwas zustösst).

Zuweilen wird dem Imperativ noch mo, mo ia, dass, vorgesetzt,wie Luc. 12, 19. mo nggu do maui, mo nggu ki mo gu wina, mo ue paramuiri sitz still, iss und trink Wein und freue dich. Phil. 2, 5. mo ia tonta

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Abliundl. d. K. S. Ges. d. Wiss. V111.