Die melanesisciien Sprachen.
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Nomen oder Verbum angehängt wird: ai koli die Scheere, ai sele dasMesser, ai sulu das Kleid, ai vesu das Band, die Bande, ai sau, ai culadie Nadel, ai madrali das Opfer, ai voli der Preis (wofür etwas gekauftwird, v. volia kaufen), ai tutuvi die Decke, ai lati der Vorhang, ai vavader Schuh (v. va treten), ai tulu der Stand, ai bulubulu der Begräbniss-plalz, ai davedave der Kanal (v. dave fliessen), ai curucuru der Eingang,ai mocemoce die Schlafstelle, ai cakacaka, ai valavala die Art, etwas zuthun. Hier geht der Begriff der Art und Weise der Handlung zuweilenin den der Handlung selbst über und solche Verbalia mit vorhergehen-dem i unterscheiden sich dann in der Bedeutung nicht von den einfachenInfinitivformen (§23), oder es liegt hierbei eine Anschauungsweise zuGrunde, von welcher wir nicht Rechenschaft zu geben im Stande sind,wie bei ai balebale die Bedeutung, v. bale bedeuten, ai tukutuku die Nach-richt, v. tuku-na benachrichtigen, ai oiioti das Ende, v. oti-a endigen.
Noch auffallender sind die Fälle, wo das Nomen actoris auf dieselbeWeise ausgedruckt wird, doch mag auch hier der Handelnde als dasWerkzeug, durch welches die Handlung verübt, wird, betrachtet werden,wie ai talatala der Bote, gleichsam das Werkzeug der Sendung, v. talasenden; ai valu der Krieger, v. valu Krieg fuhren; ai lau der Freund,vgl. tau § 17. 6.; ai taukei der Besitzer, v. taukena besitzen; ai to derGenosse; ai tokani der Anhänger, ai vakavuvuli der Lehrer.
§24. Sonst wird dasNomen actoris gewöhnlich durch das Präfix dauoder dauvei gebildet, z. B. a daubulako der Dieb, a daulukutuku der Zeuge,a dauveivakarusai der Zerstörei-, a dauveibeilaki der Ankläger.
§25. Auch durch Zusammensetzung werden Substantiva ge-bildet, wie walinatagane Bräutigam, Ehemann, v. watina Ehegenoss undlagane Mann; bukawaqa Feuer,Brand, v. buka Feuerholz und waqa bren-nen; kakana Speise, v. ka Ding und kana essen; uciwai Fluss, Bach, v.uci fliessen und wai Wasser. Zusammensetzungen wie vulu-ni-yau Reich-thum (Fülle der Güter), tulu-ni-yava Fussschemel, tutu-ni-hatuba Thtir-pfoste, mata-ni-koro Thür (Auge der Wohnung), mata-ni-civa Perle (Augeder Auster) u. dgl., welche durch die Genitivpartikel ni verbunden sind,würden richtiger getrennt geschrieben.
§ 2G. Mehrere Adjectiva sind Stammwörler, wie ca bös, vinakagut, levu gross, von jung, oder werden durch den blossen Stamm einesHaupt- oder Zeitworts ausgedrückt, wie kuli ledern, v. a kuli das Leder,