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H. C. VON DER GaBEI.ENTZ,
II. Lautlehre.
§ '12. Das Fidschi-Alphabet hat 23 Buchstaben: a, b, c, d, e, f, g,i, j, k, l, m, n, o, p, q, r, s, t, u, v, w, y, wovon jedoch drei — f, jund p — nur zur Schreibung von Fremdwörtern nölhig und der Spracheselbst fremd sind.
Die Vocale a, e, i, o, u sind lang und kurz, und werden wie imDeutschen ausgesprochen. Sie verbinden sich zu folgenden ächten Di-phthongen: ai, au, ei, eu, iu, ou, oi.
Die Consonanten, zu welchen auch y gehört, werden im Allgemei-nen wie im Englischen ausgesprochen, nur mit folgenden Ausnahmen:
Die Mediä b, d, g werden stets mit vorausgehendem Nasal ausge-sprochen: mb, nd, ng.
Q repräsenlirt den Laut ng-g, oder ng in den englischen Wörternyounger, finger. In einigen Wörtern, wie waqa Canoe, saqa kochen, wirdes ngk ausgesprochen.
K lautet zwar gewöhnlich wie im Englischen, vor i nimmt es jedochöfters den Laut von g an, wie in ki zu, kila wissen, und in Verbal-endungen.
C hat den Laut des weichen englischen th in those, lliough, this.Haie gebraucht dafür d, das dem Laut besser entspricht als c, unter demman zwei ganz verschiedene Laute zu verstehn gewohnt ist.
Dr (ndr) ist eine eigenthümliche Modification des I?-Lautes, dieetymologisch als einfacher Laut zu gelten hat, und ebenso wie ngg durchein einfaches Zeichen ausgedrückt werden sollte. Es entspricht dem l, rder polynesischen Sprachen, z. B. ndre polyn. nra, dranu polyn. lanu,dravu polyn. leim, dran polyn. lau, dromu polyn. lomu.
§ \ 3. Dem Einfluss des Polynesischen mag es zuzuschreiben sein,dass die Fidschi-Sprache keinen consonantischen Auslaut noch die Ver-bindung zweier Consonanten duldet, was Beides sonst anderen melane-sischen Sprachen nicht fremd ist. Daher wird auch in Fremdwörternund Eigennamen der consonantische Auslaut oder Zusammenstoss zweierConsonanten durch angehängte oder eingeschobene Vocale vermieden,wie in pini Bohne (engl, bean ), icvoro Teufel, kusi Gans (engl, goose),sipuni Löffel (engl, spoon), taledi Talent, Eparaama Abraham, EseromaEsromu. s.w.